• vom 24.10.2018, 14:55 Uhr

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Update: 24.10.2018, 15:30 Uhr

Lungentransplantation

Lauda kann AKH verlassen




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Von WZ Online, APA

  • Rund zwei Monate nach einer Lungentransplantation ist Lauda in gutem Allgemeinzustand.

Lauda muss sich nun einer intensiven, mehrwöchigen Rehabilitation unterziehen.

Lauda muss sich nun einer intensiven, mehrwöchigen Rehabilitation unterziehen.© APAweb / Georg Hochmuth Lauda muss sich nun einer intensiven, mehrwöchigen Rehabilitation unterziehen.© APAweb / Georg Hochmuth

Wien. Rund zweieinhalb Monate nach der Lungentransplantation, der sich Niki Lauda im AKH-Wien unterziehen musste, konnte der dreifache Formel 1-Weltmeister heute, Mittwoch, das Spital in gutem Allgemeinzustand verlassen. Lauda muss sich nun einer intensiven, mehrwöchigen Rehabilitation unterziehen, teilte die Wiener Klinik in einer Aussendung mit.

Selbstverständlich werde der 69-Jährige, wie auch alle anderen Transplantationspatienten, weiter durch das Lungentransplantationsteam des Wiener AKH bzw. der MedUni Wien betreut. Die Operation am 2. August hatten die Wiener Spezialisten für Lungentransplantationen unter Walter Klepetko durchgeführt. Es handelt sich um eines der weltweit größten Zentren für solche Eingriffe.

Von Ibiza ins AKH

Lauda hatte sich vor der Lungentransplantation bereits längere Zeit in Behandlung im Wiener AKH befunden. Er hatte wegen einer Erkrankung einen Familienurlaub auf Ibiza abgebrochen. In der Folge hatte sich ein schweres Lungenversagen eingestellt.

"Da der Patient zum Zeitpunkt der Aufnahme in die Warteliste für die Transplantation durch die extrakorporale Membran-Oxygenierung (ECMO; maschinelle Sauerstoffanreicherung außerhalb des Körpers; Anm.) am Leben erhalten wurde, bei vollem Bewusstsein war und es keine andere Therapiemöglichkeit gab, kam er sofort in die höchste Dringlichkeitskategorie für ein Spenderorgan", stellte dazu der Leiter der Thoraxchirurgie am Wiener AKH, Walter Klepetko, fest.

Laude erfüllte Kriterien für Spenderlunge

Die Zuteilung des Organs ist durch die unabhängige Eurotransplant (europäische Schalt- und Organisationszentrale zum Thema Organtransplantationen; Anm.) erfolgt. Es gibt für alle teilnehmenden Länder klare Dringlichkeitskriterien. Bei Lungentransplantationen sind die wichtigsten Kriterien die sogenannten Blutgase, also die Qualität des Gasaustausches (Sauerstoffsättigung im Blut etc.) bzw. die Notwendigkeit, maschinell einzugreifen.

"Wenn jemand plötzlich in die oberste Dringlichkeitsstufe für eine Lungentransplantation kommt, erfolgt die Organzuteilung mit höchster Dringlichkeit", sagte der Transplantationschirurg. Auch der Gesamtzustand des jeweiligen Patienten spielt eine gewisse Rolle. Hier sei die Situation bei Lungenpatienten, die über viele Jahre an chronisch sich verschlechternden Leiden erkrankt sind, anders als bei prinzipiell fitten Personen, die akut in ein nicht reversibles Lungenversagen rutschen. Spenderorgane für Lungentransplantationen werden nicht auf Gewebe-Verträglichkeit zwischen Spender und Empfänger ausgewählt, wie dies bei anderen Organen geschieht.

Österreich hat höchste Lungentransplantationsrate der Welt

Lauda lebt seit Jahren als Nieren-Transplantationspatient. Zweimal (1997 und 2005) erhielt Ex-Formel 1-Star Niki Lauda am Wiener AKH eine Spenderniere. Rund 120 Lungentransplantationen pro Jahr im Wiener AKH an der Klinischen Abteilung für Thoraxchirurgie der Universitätsklinik für Chirurgie machen Wien gemeinsam mit Toronto (Kanada), Cleveland (US-Bundesstaat Ohio) und der Universitätsklinik von Hannover in Deutschland zu einem der vier größten Zentren für solche Eingriffe. Österreich weist mit 15 Lungentransplantationen pro Million Menschen die höchste Lungentransplantationsrate der Welt auf, hieß es 2015.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2018-10-24 14:57:28
Letzte Änderung am 2018-10-24 15:30:32



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