• vom 13.04.2017, 07:00 Uhr

Mehr Sport

Update: 13.04.2017, 07:54 Uhr

Eishockey

Stetiger Aufstieg




  • Artikel
  • Lesenswert (3)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Österreichs Team will bei der Heim-WM Werbung in eigener Sache machen.

Janine Weber ist einer der Stars im Team Österreichs.

Janine Weber ist einer der Stars im Team Österreichs.© J. Samad/afp Janine Weber ist einer der Stars im Team Österreichs.© J. Samad/afp

Graz. (apa) Im Jahr 1912, unmittelbar nach Gründung des österreichischen Eishockey-Verbandes, nahm erstmals eine Herren-Nationalmannschaft an den später annullierten Europameisterschaften teil. Es sollte 89 Jahre dauern, ehe auch eine Damen-Nationalmannschaft ihren Spielbetrieb aufnahm. Rund um Ostern (15. bis 21. April) steigt nun wenige Tage nach dem Titelgewinn der US-Amerikanerinnen bei der A-WM zum zweiten Mal eine Frauen-WM (B-WM) in Österreich. Nach den Plätzen zwei und drei bei den jüngsten beiden Weltmeisterschaften peilen die mit vielen Legionärinnen gespickten Österreicherinnen auch diesmal wieder eine Medaille an.

Auf private Initiative gab es am 31. März 2001 in Villach (1:4) das erste Länderspiel der Österreicherinnen, die sich mittlerweile in der zweiten Leistungsstufe etabliert und die Top Ten im Visier haben. Um Wahrnehmung kämpfen sie aber noch immer. Erste Ansätze von Damen-Eishockey gab es in den 80er Jahren in Kärnten, 1998 wurden in Wien (Vienna Flyers), Innsbruck (Red Angels) und St. Johann/Tirol (Wildcats) die ersten Damen-Klubs gegründet. Drei Jahre später wurde eine Damen-Nationalmannschaft gebildet, als Initiatoren dürfen sich der ehemalige Herren-Teamchef Ken Tyler und der Vorarlberger Martin Kogler, mittlerweile Leiter der Abteilung Dameneishockey im ÖEHV, bezeichnen. Tyler machte um die Jahreswende 2000/01 auf die international steigende Bedeutung von Damen-Eishockey aufmerksam, Kogler nahm die Idee auf. In Österreich gab es damals insgesamt rund 100 Spielerinnen und eine Liga mit fünf Vereinen auf bescheidenem Niveau. Ein Staatsmeister wurde noch nicht ermittelt. Die Vereine wurden eingeladen, je einen Block (zwei Verteidiger, drei Stürmer) für das Länderspiel gegen Ungarn zur Verfügung zu stellen.


Denise Altmann, damals 13 Jahre alt und auch heuer dabei, erzielte den Debüt-Treffer. Einige Monate später wurde die Division Dameneishockey im ÖEHV ins Leben gerufen. 16 Jahre darauf sind rund 700 Frauen im Eishockey aktiv. 14 Teams spielen in den drei von Österreich organisierten internationalen Ligen EWHL (mit Sabres Vienna, Salzburg Eagles, Neuberg Highlanders und Southern Stars sowie Klubs aus Bozen, Budapest, Bratislava und Almaty/Kasachstan), DEBL und DEBL2. Meister sind die Sabres Wien, die zum achten Mal in Folge den Titel geholt haben.

Besser als die Herren
Mit dem Nationalteam liegen in der Weltrangliste aktuell die Damen als Elfte vor den Herren, die den 17. Platz bekleiden, beim Budget hinken sie aber nach. Wegen der letztlich verpassten Olympia-Qualifikation, einem Turnier mit den Top-Nationen Russland und Finnland sowie der Heim-WM in Graz darf heuer auf ein Rekord-Budget von 450.000 Euro zurückgegriffen werden. Das ist kein Vergleich zur B-WM 2009 in Graz. Damals hatten die Damen mit 100.000 Euro Jahresbudget auskommen müssen, die Spielerinnen logierten während der WM in Sechs- bis Achtbettzimmern in einer Jugendherberge.

Solche Zeiten sind nun zwar vorbei, einen Sponsor hat das heimische Damen-Eishockey aber noch immer nicht. In Graz will das Team nun PR in eigener Sache machen. "Es wäre super, wenn viele Leute kommen und wir Werbung für Damen-Eishockey machen könnten. Dass wir neue Fans gewinnen und jüngere Mädchen mit dem Eishockey beginnen", sagt US-Legionärin Janine Weber.




Schlagwörter

Eishockey, Frauen-Eishockey

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-04-12 16:12:05
Letzte Änderung am 2017-04-13 07:54:11


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. "Eine Sternstunde für Österreichs Fußball"
  2. Der stille Kampf
  3. Am Ende jubeln wieder nicht die Deutschen
  4. "A guade Partie"
  5. Was von der Premiere übrig bleibt
Meistkommentiert
  1. Beginn mit einem Remis
  2. Federer ließ Thiem keine Chance

Werbung




Werbung