In Gangneung sind insgesamt vier Wintersportanlagen für die Winterspiele errichtet worden, die Nutzung von zweien ist bereits gesichert. Die Eisschnelllauf-Arena ist das größte Sorgenkind, schließlich wurden hier seit Ende der Winterspiele keine Veranstaltungen mehr ausgetragen. Dennoch wirkt die Anlage, als könnte der Betrieb bereits am nächsten Tag wieder starten: Die Gänge und Tribünen sind blank geputzt, Verschleißspuren lassen sich keine finden. Nach einem Bericht des Korea Development Institute soll schließlich im Juni über die Nutzung der Halle entschieden werden. Bis dahin springt für die laufenden Betriebskosten ein Fonds mit rund 80 Millionen Euro ein, der sich aus den Gewinnen des olympischen Organisationskomitees speist.

Jeon Song-in kümmert sich für die Lokalregierung der Provinz Gangwon um die Wartung der Sportstätten: "Da ich seit den ersten Designentwürfen der Hallen in den Entstehungsprozess involviert bin, hoffe ich natürlich von Herzen, dass sie alle erhalten bleiben und künftige Wahrzeichen für den koreanischen Wintersport werden", meint er. Er sagt, auf dem Gelände der Eisarenen hätte sich früher eine riesige Müllhalde befunden: "Bei der Auswahl des Ortes für die Stätten ging es auch darum, öffentlichen Raum wieder zugänglich zu machen." Beim Short-Track-Stadion geschieht dies auf vorbildliche Weise: Hier soll künftig eine Multifunktionshalle inklusive Schwimmbahn und Hallenfußball für die Bürger der Küstenstadt Gangneung entstehen. Derzeit montieren noch dutzende Handwerker auf der einstigen Eisbahn eine Stahlbühne: Am Samstag nämlich wird hier das Ein-Jahr-Jubiläum der Winterspiele gefeiert.