Berlin. Am Tag der Evaluierungsbericht-Veröffentlichung zu den Olympia-Bewerbungen Italiens und Schwedens wollte IOC-Chef Thomas Bach keinen Favoriten für die Ausrichtung der Winterspiele 2026 benennen. "Es sind zwei Bewerber aus klassischen europäischen Wintersportländern, die eine Rückkehr Olympias zu den Wurzeln bedeuten. Insoweit will ich da nicht abwägen", sagte der IOC-Präsident in Berlin.

Um die Austragung der Spiele bewerben sich Mailand und Cortina d'Ampezzo sowie die schwedische Hauptstadt Stockholm mit Aare. Wer die übernächsten Winterspiele austragen darf, entscheidet das IOC am 24. Juni in Lausanne. "Man kann ruhig schlafen, es wird einen guten Ausrichter für 2026 geben", fügte Bach am Freitag hinzu. "Die Athleten dürfen sich dort auf ein fachkundiges und enthusiastisches Publikum freuen."

Die italienische Regierung hatte zuvor staatliche Garantien für die Kandidatur zugesagt. Damit waren die Chancen von Mailand/Cortina auf die Spiele gestiegen. Aus dem Bericht des IOC geht hervor, dass die Zustimmung der Bevölkerung in Italien bei 83 Prozent und in Schweden bei 55 Prozent liegt.

Dem Bericht zufolge fehlen im schwedischen Angebot "verbindliche Finanzierungsgarantien" für das Sportlerdorf in Stockholm und die geplanten neuen Sportarenen für Eisschnelllauf sowie Ski-Langlauf und Biathlon. Das IOC-Bewertungsteam schlug daher vor, bereits vorhandene Skiorte in Falun und Östersund zu nutzen. Auch sollte zur Kostensenkung die Nutzung einer Bobbahn in Sigulda in Lettland erwogen werden. IOC-Experten schlugen auch vor, Bormio als einen der beiden alpinen Skiorte zu streichen, um logistische Probleme der italienischen Bewerbung zu lösen.(apa/dpa)