Fix ist nix. Auch etwas mehr als ein Monat vor der geplanten Eröffnung der Olympischen Spiele in Tokio wird um die Rahmenbedingungen gefeilscht, ob inländische Zuschauer bei den Wettkämpfen erlaubt sein werden, steht noch immer nicht fest; der Großteil der japanischen Bevölkerung - inklusive Virologen und anderen Experten - ist ohnehin gegen eine Austragung der ohnehin schon um ein Jahr verschobenen Spiele, und die meisten Test-Veranstaltungen können gar nicht in Japan abgehalten werden.

Doch ungeachtet der schwierigen Umstände sind die letzten Qualifikationsbewerbe voll im Gange - und dabei könnte auch Österreichs Kontingent am Wochenende anwachsen. Die bei der EM kürzlich zweimal mit Bronze dekorierten Synchronschwimmerinnen Anna-Maria und Eirini Alexandri gelten beim Qualifikationsmeeting in Barcelona - ursprünglich hätte auch dieses in Japan stattfinden sollen - ab Samstag als Top-Anwärterinnen auf einen der sieben dort zu vergebenen Olympia-Tickets. Das Ziel ist freilich noch höher gesteckt: Mit einem Stockerlplatz oder gar einem Sieg will man den Schwung von der EM mitnehmen.

Alisa Buchinger will bei der Olympia-Premiere von Karate mit dabei sein. - © apa / Hannes Draxler
Alisa Buchinger will bei der Olympia-Premiere von Karate mit dabei sein. - © apa / Hannes Draxler

Parallel dazu kämpfen die Karateka rund um Ex-Weltmeisterin Alisa Buchinger in Paris ebenfalls aus aussichtsreicher Position um weitere Startplätze. Waren die Alexandris bereits 2016 in Rio dabei, wäre es für die Karatekämpfer eine Premiere. Der Sport ist neu im olympischen Programm, seit der Entscheidung hat das Team daraufhingefiebert. Dass die Spiele um ein Jahr verschoben werden mussten, hat die Vorfreude nur gesteigert. "Der Druck steigt, es wird ernst. Darauf haben wir uns ein Jahr lang vorbereitet", sagt Buchinger vor dem entscheidenden Turnier. Einfach wird es für die Salzburgerin durch die Zusammenlegung der Klassen -68 kg und +68 Kilogramm nicht. Buchinger: "Ich habe für mich selbst beschlossen, lockerer an die Sache heranzugehen, nicht mehr so verbissen zu sein, wie in den Jahren davor. Ich hoffe, ich kann dem Druck standhalten, werde mein Bestes geben und wünsche mir eine gute Auslosung. Der Traum ist natürlich, bei den ersten Olympischen Spielen mit Karate dabei zu sein."(art)