Australien dürfte im Jahr 2032 Austragungsort für Olympische Sommerspiele werden. Das Exekutivkomitee des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) legte sich am Donnerstag in einem einstimmigen Beschluss auf die australische Stadt Brisbane fest. Die endgültige Entscheidung über die Vergabe der Spiele an Brisbane wird von der IOC-Session am 21. Juli in Tokio getroffen.

Erstmals gastierten die fünf Ringe im Jahr 1956 in Melbourne in Australien. Zum großen Star mit vier Goldmedaillen wurde damals die russische Turnerin Larissa Latynina, die danach noch fünf weitere Goldmedaillen gewann und über Jahrzehnte die erfolgreichste Olympionikin war – bis Michael Phelps kam, der mit 23 Mal Olympia-Gold fernab aller anderen Athleten eine ikonische Marke gesetzt hat. Im Jahr 2000 fanden die Sommerspiele in Sydney statt,

Die Wahl für Brisbane dürfte nur noch Formsache sein nach der Zustimmung des durch Präsident Thomas Bach geleiteten Führungsgremiums. Nach dieser Vorentscheidung sind andere Olympiaprojekte wohl endgültig aus dem Rennen. Auch Katar hatte Interesse bekundet, ebenso Deutschland mit der Rhein-Ruhr-Region sowie Indonesien mit Jakarta. Die grundsätzliche Festlegung auf Brisbane hatte das IOC schon im Februar getroffen.

Neues Auswahlverfahren

Die aktuelle Entscheidung der IOC-Exekutive für Brisbane basiert im Rahmen eines neuen Auswahlverfahrens auf einem Bericht der Future Host Commission, die das Brisbane-Projekt in den vergangenen Monaten detailliert analysiert hat. Der neue Ansatz bei der Wahl der Olympia-Gastgeber habe es ermöglicht, "die Olympischen Spiele an die Bedürfnisse des Gastgebers und seiner Bevölkerung" anzupassen und "nicht umgekehrt", erklärte Kristin Kloster Aasen, Vorsitzende der Future Host Commission des IOC.

Pluspunkte der australischen Bewerbung seien "ein von Leidenschaft getriebenes Angebot einer sportbegeisterten Nation", ein starker Masterplan mit 84 Prozent von bestehenden und temporären Austragungsorten sowie die starke Unterstützung von allen Regierungsebenen, der australischen Bevölkerung und dem privaten Sektor", hieß es in der Mitteilung. (apa/sir)