Die österreichischen Handbiker haben am Dienstag bei den Paralympics in Tokio einen kompletten Medaillensatz abgeräumt. Walter Ablinger holte wie 2012 in London Gold. Thomas Frühwirth sicherte sich in einer anderen Kategorie Silber, Alexander Gritsch jubelte über Bronze. Damit hält Österreich bei insgesamt sechs Medaillen.

Für Ablinger ist es der zweite Palamypics-Titel nach jenem in London 2012. Dennoch war dieser, in einem Herzschlagfinale errungen, ein besonderer. "Solche Momente erlebt man nicht oft, schon gar nicht, dass ich etwas mit Worten nicht beschreiben kann", sagte der 52-Jährige mit Freudentränen im Gesicht. "Als sie mir im Ziel die Medaillenfarbe gesagt haben, habe ich es zuerst nicht glauben können. Ich bin einfach nur dankbar."

Auch Frühwirth schlug schon zum zweiten Mal zu, 2016 in Rio hatte er ebenfalls Silber geholt, nun stand er gemeinsam mit Paralympics-Debütant Gritsch auf dem Stockerl. Dass gleich drei Österreicher an einem Tag Medaillen holen, war auch für Maria Rauch-Kallat, die Präsidentin des ÖPC etwas Besonderes. "Wir haben uns natürlich Chancen ausgerechnet, aber dass es ein kompletter Medaillensatz wird, ist einfach fantastisch - ein Traumtag", sagte sie.

Rio-Ergebnis könnte übertroffen werden

Davor hatte Dressurreiter Pepo Puch in zwei Bewerben zweimal Silber geholt, er ist damit bereits sechsfacher Medaillengewinner bei Paralympischen Spielen. Auch im Triathlon hat Österreich zugeschlagen: Der zweite Platz war am Wochenende an Florian Brungraber gegangen.

Österreichs 24-köpfiges Aufgebot ist damit auf einem guten Kurs, das Ergebnis von 2016 in Rio zu egalisieren oder zu übertreffen: Damals gab es neun Mal Edelmetall für die ÖPC-Athleten. Auf das Resultat von 2012 fehlen noch sieben Medaillen. Athen 2004 wird allerdings wohl schwierig zu erreichen sein: Damals klingelte es 22 Mal. (red)