Das olympische Feuer für die Winterspiele 2022 ist in Peking eingetroffen. Wie Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, landete ein Flugzeug mit der Flamme an Bord am Mittwochmorgen in der chinesischen Hauptstadt. In einer Begrüßungszeremonie am Pekinger Olympia-Turm nahm Pekings Parteichef Cai Qi, der das Organisationskomitee der Winterspiele leitet, die Flamme im Anschluss entgegen und entzündete mit ihr ein größeres Feuer auf einem Podest.

Nach einiger Zeit in Peking soll das Feuer in verschiedene chinesische Städten gebracht werden, um so "den olympischen Geist zu verbreiten und mehr Menschen für Eis- und Schneesportarten zu begeistern", wie Staatsmedien berichteten. Zwei Tage vor den Spielen ist zudem der Beginn eines Fackellaufs mit 1.200 Teilnehmern geplant, der entlang der Wettkampfstätten führen soll.

Im Rahmen einer kleinen Zeremonie wurde das Feuer willkommen geheißen. 
- © afp / Noel Celis

Im Rahmen einer kleinen Zeremonie wurde das Feuer willkommen geheißen.

- © afp / Noel Celis

Allerdings sind nicht alle Feuer und Flamme für die Olympischen Spiele. Dass der Fackellauf tatsächlich wie geplant stattfinden kann, wird angesichts der Pandemie und der strengen Corona-Maßnahmen von vielen bezweifelt. Vor den Sommerspielen in Tokio wurde er großteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen. In China dürften nun noch strengere Regeln gelten.

Zudem steht das Gastgeberland wegen der Tibet- und Hongkong-Politik in der Kritik. Schon bei der Entzündung des Feuers sowie der Übergabe an die chinesische Delegation am Dienstag in Athen hatte es Proteste gegeben. 

Generalprobe für Short Tracker

Dessen ungeachtet geht es nun in den verschiedenen Sportarten auch mit den Generalproben los. So eröffnen die Top-Athleten im Short Track ihre Olympia-Saison von Donnerstag bis Sonntag mit den Bewerben in Peking. Die Qualifikation für das Großereignis steht im Mittelpunkt der vier bis Ende November angesetzten Saison-Weltcups.

Die Anreise nach China gestaltete sich für das rot-weiß-rote Team schwierig, wie ÖESV-Generalsekretär Hermann Filipic erzählt. "Der Aufwand war enorm, da die Fluganreise nur über eine Airline erfolgen durfte. China verlangt außerdem spezielle PCR-Tests von eigens gelisteten Labors. Die Corona-Auflagen sind sehr streng, alle Teams sind in einem Hotel, jedoch sind die Stockwerke hermetisch abgeriegelt", sagt er. (apa/dpa/art)