Das Österreichische Olympische Komitee wird mit 42 Athletinnen und 64 Athleten zu den Olympischen Spielen nach Peking aufbrechen. Die Teamgröße von 106 bedeutet einen Aktiven mehr als vor vier Jahren in Pyeongchang, damals wurden 14 Medaillen (fünf in Gold, drei in Silber und sechs in Bronze) gewonnen. Ski-Star Matthias Mayer, die Snowboarderinnen Anna Gasser und Julia Dujmovits sowie Rodler David Gleirscher sind nach ihren vergangenen Titelgewinnen wieder mit dabei.

Die Spiele finden wegen der Corona-Pandemie unter schwierigen Bedingungen statt, alle an Olympia beteiligten Personen betreten mit der Einreise nach China eine Blase und dürfen sich nur innerhalb dieser bewegen. PCR-Tests finden täglich statt, positiv Getestete werden in ein Quarantäne-Hotel beziehungsweise bei symptomatischem Verlauf in ein Krankenhaus verlegt. Unproblematisch sind die Spiele auch aus anderer Sicht nicht, zahlreiche Länder werden angesichts der Menschenrechts-Verstöße Chinas keine Politiker entsenden. Österreichs Sportminister Werner Kogler wird ebenfalls nicht vor Ort sein, seitens des Koalitionspartners ÖVP gab es gegenüber der "Wiener Zeitung" noch keine Stellungnahme dazu.

Prominente Abwesende

Unter den Nicht-Nominierten sind bekannte Namen wie Chiara Mair und Fabio Gstrein (Ski alpin), Julian Eberhard (Biathlon), Chiara Kreuzer und Philipp Aschenwald (Skispringen) sowie Lukas Klapfer (Nordische Kombination). Verletzungsbedingt kein Thema waren unter anderem bei den Alpinen Adrian Pertl und Roland Leitinger, für Nicole Schmidhofer und Nina Ortlieb kommt Olympia nach ihren Verletzungen zu früh. Snowboarderin Claudia Riegler ist nicht gegen das Coronavirus geimpft und wurde daher nicht nominiert.

Indes hat die Debatte um weitere Startplätze für Österreichs Alpine für den ÖSV einen guten Ausgang genommen. Die Sparte Alpinski erhielt vom Internationalen Olympischen Komitee vier zusätzliche Quotenplätze, Österreich bekam zwei und vergibt sie damit an Riesentorlauf-Spezialist Stefan Brennsteiner und Speedpilot Max Franz.

Der ÖSV und andere Nationen hatten in der Vorwoche darauf gedrängt, dass das IOC den Vorschlag, nicht genutzte Quotenplätze aus anderen Sportarten zu den Alpinen zu transferieren, zustimmt oder der Welt-Skiverband (FIS) fragwürdige Rennen annulliert, die für eine Quotenverschiebung sorgte.

Das IOC sprach nun "im Interesse aller betroffenen Athleten" vier zusätzliche Plätze zu und forderte die FIS auf, ihr Qualifikationssystem zu überprüfen, um ähnlichen Problemen in Zukunft vorzubeugen. Österreich stellt damit im alpinen Bereich mit je elf Frauen und Männern das Maximalkontingent. (apa/red)