Nach zumindest einem Stockerlrang in jeder Saisonabfahrt außer einer ist es für die Speedfahrerinnen aus Österreich ausgerechnet im Olympiarennen nicht gelaufen. Gescheitert sind Cornelia Hütter (7.), Super-G-Silbermedaillengewinnerin Mirjam Puchner (8.), Ramona Siebenhofer (12.) und Tamara Tippler (19.) laut Cheftrainer Christian Mitter nicht etwa an der Herausforderung Winterspiele, sondern auch den nach Neuschnee und bei eiskalten Temperaturen geänderten Schneeverhältnissen.

"Sie haben alles probiert", stellte Mitter fest. Es sei nicht der Materialabstimmung geschuldet gewesen. "Aber wir sind noch nicht ganz bereit, wenn jede Kurve so anschiebt, dass wir da in jeder Situation und jeder Lage das Letzte rausfuzeln. Dann ist es auch eine Highspeed-Abfahrt, wo man immer noch schneller fahren will." Das hätten einige der Damen absolut gemacht, es sei aber nichts weitergegangen. Die äußeren Umstände wie unterschiedlich blasender Wind oder Licht-Schatten-Wechsel durch Wolken wurden dabei nicht in die erste Begründung miteinbezogen. "Das ist jetzt müßig, jetzt haben wir verloren, da kann ich nicht nur sagen, es war der Wind."

Hoffen auf Kombination

Bessere Bedingungen soll nun die Kombination bringen. Wie bei den Männern wird auch die Frauen-Kombination der alpinen Skirennläufer in Yanqing nur von einem ÖOC-Trio bestritten. Siebenhofer, Christine Scheyer und Katharina Huber treten am Donnerstag zu Abfahrt (3.30 Uhr MEZ) und Slalom (7 Uhr/jeweils ORF 1) an. Zu favorisieren ist die bisher schwer geschlagene US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin, für die es die letzte Chance auf eine Einzelmedaille in China ist.

Slalom-Olympiasiegerin Petra Vlhova (Sk) reiste ja wegen einer Sehnenentzündung im Knöchel bereits von den Winterspielen ab. Zu den Medaillenanwärterinnen zählen daher die Schweizerinnen Michelle Gisin (Olympiasiegerin 2018) und Wendy Holdener, Chancen aus österreichischer Sicht hat Siebenhofer, sie war WM-Vierte 2019, WM-Fünfte 2021 und Olympia-Siebente 2018.