Die nordische Sportlerin Carina Edlinger hat am Mittwoch bei den XIII. Winter-Paralympics in China für Österreichs zweite Goldmedaille gesorgt. Die sehbehinderte Salzburgerin siegte mit Guide Lorenz Lampl im Skatingsprint der Langläuferinnen, in diesen Bewerb hatte die 23-Jährige vor dem Großereignis ihre größte Hoffnung gesetzt. Am Montag hatte Österreichs Behindertensportlerin des Jahres über 15 km wegen körperlicher Probleme aufgegeben und passte am Dienstag im Biathlon.

Edlinger gewann im Sprint ihr Vierer-Semifinale und setzte sich im Finale klar vor einer ukrainischen und zwei deutschen Aktiven durch. Die vierfache Weltcup-Gesamtsiegerin sowie Paralympics-Dritte über 7,5 km klassisch von 2018 war erst kurz vor den Paralympics mit Guide Lampl zusammengekommen. Davor war sie viele Jahre von ihrem Bruder Julian begleitet worden. Nun gelang ihr ihr wohl bisher größte Erfolg.

Das rot-weiß-rote Team hält nach fünf Wettkampftagen nun bei sechs Medaillen. Für das zweite Gold hatte der ebenfalls sehbehinderte Alpin-Skifahrer Johannes Aigner mit Guide Matteo Fleischmann in der Abfahrt gesorgt, das Duo legte Bronze im Super-G und Silber in der Kombination nach. Markus Salcher kam auf Silber in der Abfahrt sowie im Super G. Die Zwischenbilanz lautet damit auf zweimal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze. (apa)