Ein duchwegs positives Zeugnis stellte die internationale Presse dem fast vierstündigen Spektakel zur Eröffnung der Olympischen Sommerspiele in London aus.

USA:
"New York Times": "Ein Fünf-Ringe-Zirkus - verschroben und unverfroren britisch. Es war ein teilweise durchgeknalltes Porträt von einem Land, das sich seit dem letzten Mal, als es Olympia-Gastgeber war im düsteren Nachkriegssommer von 1948, fast komplett verändert hat."

Fotostrecke 0 Bilder

"Los Angeles Times": "War das eine Eröffnungsfeier oder eine Nacht in einem Pub? Wurden die Spiele 2012 geehrt oder veralbert? Was immer es war: Es war verdammt wunderbar."

"Washington Post": "Olympia eröffnet die Rock-'n'-Roll-Spiele. Großbritannien rockt. Tanzende Krankenschwestern, Fabrik-Schornsteine, Wetterwitze und Mr. Bean. Auch wenn diese Eröffnungsfeier manchmal wie der größte Insiderwitz schien, war die britische Botschaft laut und klar: Vielleicht sind wir nicht jedermanns Sache, aber ihr kennt und liebt unsere Kultur trotzdem."

GROSSBRITANNIEN:

"The Times": "Gerührt und geschüttelt - die Queen zeigt zusammen mit 007 eine magische Nacht voller Geschichte, Spektakel und vor allem Humor. (...) Die großartigste Show."

"Daily Telegraph": "Tausende klingende Instrumente: Willkommen zu unseren Inseln der Wunder. (...) Boyle zerreißt das Regelwerk, um unsere Herzen und Seelen offenzulegen."

"The Guardian": "Nacht der Wunder (...) Schillernd und einfallsreich - Boyle bekommt die Lizenz und schüttelt alles durch. Dank Danny Boyle haben wir nun wirklich alles einmal gesehen."

"The Independent": "London erleuchtet die Welt (...) Die großartigste Show der Welt - und sie hat gerade erst begonnen. Boyle zeigt eine verzaubernde Vision."

SPANIEN:

"Marca": "Britisch bis auf die Knochen."

RUSSLAND:
"Sport-Express": "London. Wiege russischer Siege. Nein, mit Worten lassen sich Peking 2008 und London 2012 nicht vergleichen. Die Chinesen machten damals eine Supershow - und die Briten nun einfach ausgezeichnete Arbeit. Und es wirkte so, als hätten sie genau das so gewollt."

BRASILIEN:
"Estado de Sao Paulo": "Die Olympischen Spiele hatten einen beeindruckenden Start. (...) Schon jetzt sind die Organisatoren der Olympischen Spiele 2016 in Rio herausgefordert, eine Attraktion zu präsentieren, die im Vergleich zu der Show in London nicht viel zu wünschen übrig lässt."

"globo.com": "In der Tradition der Popkultur: London eröffnet die Olympischen Spiele mit Tönen und Farben. (...) Von hochgelehrter Kunst bis zu Popkultur, von größter Nüchternheit bis zu schreiender Extravaganz, vom Drama bis zum Humor - ein fast vierstündiges Fest, das die Welt am Freitag willkommen hieß im Olympiastadion."

FRANKREICH:
"L'Equipe": "We love these Games! (...) Die Eröffnungszeremonie der Briten war einzigartig: kühn, poetisch und voller Humor. Wie kann man ein solches Land nicht mögen, dass sich selbst mit so viel Humor, Feierlichkeit und Selbstironie darstellt? Wie kann man ein solches Land nicht mögen, in dem die Königin mit dem berühmtesten Geheimagenten des Landes per Fallschirm im Olympiastadium landet?"

"Le Parisien": "Geschichte, Zauber und Emotionen (...) Trotz des chaotischen Wetters hat Danny Boyle durch seine "menschliche Dimension" und seine "Selbstironie" Publikum und die weltweiten Sozialnetze erobert. Die Mission ist erfüllt."

SCHWEDEN:
"Aftonbladet": "Die Spiele in London begannen mit einem olympischen Rekord - an Mut. Das Entzünden der Flamme war in ihrer Schlichtheit erhaben. Die Teile zur Geschichte aber waren mutig, wie man es in der Olympia-Geschichte noch nicht erlebt hat. Ein einziger falscher Ton hätte den Weltrekord an falschem, geschmacklosem Pathos gebracht. Aber er kam nicht."

DÄNEMARK:
"Politiken": "Mitreißend, überwältigend, großartig, temporeich, fesselnd. Die Eröffnung der Olympischen Spiele bot eine fast filmische Reise vom idyllischen Bauernleben im alten Großbritannien über die Industrialisierung bis zur modernen Zeit mit Beatmusik und der Geburt des Internets."