Langlauf-Stars fehlen

Nicht anders erging es seinem Langlauf-Kollegen Petter Northug sowie Landsfrau Therese Johaug. Northug, der zweifache Olympiasieger von Vancouver 2010 und 13-fache Weltmeister, läuft seit zwei Jahren seiner Form hinterher. In diesem Winter war der erfolgreichste männliche Teilnehmer nordischer Ski-Weltmeisterschaften im Weltcup nur einmal am Start und schied im Sprint von Lillehammer in der Qualifikation aus. Auf dem Stockerl stand der mittlerweile 32-Jährige im Weltcup zuletzt im März 2016. Johaug indes ist seit Oktober 2016 für eineinhalb Jahre wegen Dopings gesperrt. Die Staffel-Olympiasiegerin von Vancouver, zweifache Medaillengewinnerin von 2014 und siebenfache Weltmeisterin, die sich gerne als norwegisches Glamour-Girl inszeniert, hatte während eines Trainingslagers im September 2016 vom Mannschaftsarzt eine Lippencreme bekommen, deren Inhaltsstoff Klostebol auf der Dopingliste steht. Die Creme führte zu einer positiven Probe. Dieser Entschuldigung schenkten auch die Richter am Internationalen Sportgerichtshof keinen Glauben, der CAS hat im vergangenen August die vom Norwegischen Olympischen Komitee ausgesprochene Sperre sogar von 13 auf 18 Monate verlängert und damit die Olympia-Teilnahme verhindert.

Aus einem vergleichsweise banalen Grund fehlt die deutsche Olympiahoffnung Felix Neureuther: Der 33-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen hat sich im November bei einem Trainingssturz das Kreuzband im linken Knie gerissen. Damit bleiben die Frauen in der Familie Neureuther die Einzigen mit Olympia-Medaillen. Mutter Rosi Mittermaier hat in Innsbruck 1976 Gold in Abfahrt und Slalom sowie Silber im Riesentorlauf geholt, Ehefrau Miriam (geborene Gössner) holte 2010 mit der deutschen Langlauf-Staffel Silber.

Ohne Stuhec und Kirchgasser

Prominenteste Abwesende bei den alpinen Damen ist die Slowenin Ilka Stuhec: Die slowenische Abfahrts-Weltmeisterin und Dominatorin der vergangenen Speed-Saison hat sich im Oktober bei einem Trainingssturz im Pitztal einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen. Aus dem
ÖSV-Team führt Michaela Kirchgasser die Liste der Abwesenden an: Die dreifache Team-Weltmeisterin konnte heuer nach Kniebeschwerden kein ansprechendes Resultat liefern.

Auch der tschechische Biathlon-Star Gabriela Koukalová muss Olympia via TV mitverfolgen: Die 28-Jährige musste die Saison wegen Problemen mit der Wadenmuskulatur vorzeitig beenden. Koukalová ist zweifache Weltmeisterin und hat in Sotschi zwei Mal Silber gewonnen.