Pyeongchang. Nach sechs Tagen mit zumindest einer österreichischen Medaille sind die rot-weiß-roten Athleten bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang am Montag wie befürchtet ohne Erfolgserlebnis geblieben. Österreichs Skispringer Stefan Kraft, Manuel Fettner, Gregor Schlierenzauer und Michael Hayböck belegten im Teambewerb Rang vier, die Medaillen waren außer Reichweite.

Gold ging erstmals im Mannschaftsevent an Norwegen vor Deutschland und Polen. Das Trio hatte sich von Beginn an abgesetzt, den österreichischen Adlern fehlten exakt 94 Punkte auf den dritten Platz. Das ÖOC blieb damit erstmals seit 2002 bei Winterspielen ohne Medaille im Skispringen.

In der Qualifikation für das Finale im Big Air wurde Weltmeisterin Anna Gasser ihrer Favoritenrolle gerecht. Die Kärntnerin schaffte als Beste souverän den Sprung in die Medaillenentscheidung. Die 26-Jährige war im ersten "Quali-Run" mit 88,25 Punkten für einen "Cab Double Cork 900" bereits Zweite des 26-köpfigen Feldes und steigerte sich im zweiten Lauf mit einem "Cab Double Cork 1080" sogar auf 98,00 Zähler.

"Ich wusste, der Cab Double alleine sollte für das Finale reichen. Dann habe ich im zweiten Sprung ein bisschen riskiert, damit ich dann im Finale als Letzte starten kann", erklärte Gasser nach einer hochklassigen Konkurrenz. Gleich sechs Boarderinnen kamen auf 90 oder mehr Punkte. Das Finale der Top zwölf ist für Freitag angesetzt.

In der Halfpipe-Qualifikation der Ski-Freestyler scheiterte die 21-jährige Elisabeth Gram bei ihrer Olympia-Premiere indes hauchdünn. Die Tirolerin hatte im ersten Lauf mit 72,20 Punkten überraschend Platz elf Platz eingenommen, stürzte im zweiten jedoch im Finish. Die Französin Anais Caradeux verdrängte Gram noch um 0,6 Zähler aus den Top zwölf.

Im Eiskanal klassierten sich Benjamin Maier/Markus Sammer im Zweierbob auf Rang acht, Österreichs zweiter Bob mit Markus Treichl/Kilian Walch kam auf den 15. Gesamtrang. Justin Kripps/Alexander Kopacz aus Kanada und Francesco Friedrich/Thorsten Margis aus Deutschland sicherten sich zeitgleich jeweils Gold.

Bei den Alpinen wurde Nicole Schmidhofer als vierte ÖSV-Teilnehmerin für die Abfahrt der Damen am Mittwoch nominiert. Auf der Strecke geblieben ist Anna Veith. "Sie ist nach ihrem tollen Super-G-Silber aber etwas angeschlagen und braucht Regenerationszeit für die nächsten Weltcuprennen und einen guten Saisonabschluss und wird deshalb sobald wie möglich nach Hause fliegen", erklärte Damen-Rennsportleiter Jürgen Kriechbaum nach einem Gespräch mit der Salzburgerin.