• vom 11.02.2018, 14:39 Uhr

Olympische Spiele

Update: 11.02.2018, 20:10 Uhr

Olympia

Gleirscher rodelt sensationell zu Gold




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Von WZ Online, APA

  • Olympiadebütant aus Tirol holt im Einsitzer die erste Medaille für Österreich.

David Gleirscher am Podest. - © APAweb/AP, Wong

David Gleirscher am Podest. © APAweb/AP, Wong

Goldmedaillengewinner im Rodeln, David Gleirscher beim Feiern im "Austria House".

Goldmedaillengewinner im Rodeln, David Gleirscher beim Feiern im "Austria House".© APAweb//ÖOC,ERICH SPIESS Goldmedaillengewinner im Rodeln, David Gleirscher beim Feiern im "Austria House".© APAweb//ÖOC,ERICH SPIESS

Alpensia Pyeongchang/Pyeongchang. David Gleirscher konnte es kaum fassen: Mit seinem sensationellen Sieg in der olympischen Rodelkonkurrenz im Einser sorgte der 23-jährige Tiroler am Samstag nicht nur für einen persönlichen Höhepunkt, sondern zeichnete auch für Österreichs erste Medaillen bei den Winterspielen von Pyeongchang verantwortlich. "Ich bin sprachlos. Was da jetzt gerade passiert ist, ein Wahnsinn", gab Gleirscher zu Protokoll.

Als letzter Österreicher hatte sich der Mann aus dem Stubaital für Olympia qualifiziert, nach vier Läufen und zwei Tagen winkte Gleirscher aber vom obersten Stockerl. Beachtlich für einen, der im Weltcup bisher nie über Platz vier hinausgekommen war. Bei der Bahn von Alpensia war es aber Liebe auf den ersten Blick. Schon im Vorjahr hatte er bei der Generalprobe Bahnrekord aufgestellt, diesmal lief es von Beginn an.

 Patzer von Mazdzer und Loch

Nach dem ersten Lauf in Führung, fiel er zwar zwischenzeitlich auf die Plätze zwei und drei zurück, mobilisierte im Finish aber noch einmal alle Kräfte. Und profitierte von den Fehlern der Konkurrenz. Sowohl der nach drei Läufen führende deutsche Doppelolympiasieger Felix Loch als auch der US-Amerikaner Chris Mazdzer patzten. Mazdzer wurde schließlich 0,026 Sekunden hinter Gleirscher Zweiter, Gold-Favorit Loch musste sich gar nur mit Platz fünf zufriedengeben. Bronze ging an den Deutschen Johannes Ludwig (0,230).

 Die Euphorie gleich danach.

 Die Euphorie gleich danach.© APAweb/ REUTERS, Arnd Wiegmann  Die Euphorie gleich danach.© APAweb/ REUTERS, Arnd Wiegmann

Als entscheidend sollte sich Kurve neun erweisen, in der Gleirscher im Gegensatz zu den beiden Konkurrenten eine recht saubere Linie fuhr. "Ich habe nicht geglaubt, dass Felix so etwas passiert. Für ihn tut es mir leid, aber ich bin überglücklich", meinte Gleirscher zu Loch. Der vergab die große Chance, mit seinem dritten Einzel-Olympiagold mit seinem bereits zurückgetretenen Landsmann Georg Hackl gleichzuziehen.

"Das große Ziel"

Gleirscher ließ auch die interne ÖRV-Konkurrenz klar hinter sich: Doppel-Weltmeister Wolfgang Kindl wurde Neunter, Reinhard Egger landete auf Platz 15. Auch Rodel-Sportdirektor Markus Prock strahlte: "Das große Ziel war es, zwei Medaillen zu gewinnen. Ich hoffe, es geht so weiter", erklärte der 53-Jährige, dem olympisches Gold in der aktiven Karriere stets verwehrt geblieben war. Gleirscher ist der erste Österreicher seit 50 Jahren, dem dies im Einsitzer gelang: 1968 triumphierte Manfred Schmid bei den Spielen von Grenoble.





Schlagwörter

Olympia, David Gleirscher, Rodeln

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Dokument erstellt am 2018-02-11 14:39:57
Letzte ńnderung am 2018-02-11 20:10:36




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