• vom 14.02.2018, 07:35 Uhr

Sport

Update: 14.02.2018, 08:19 Uhr

Olympische Spiele

Auch Damen-Slalom verweht




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Von WZ Online, APA

  • Donnsertsag und Freitag sollen innerhalb von 48 Stunden nun gleich vier Alpinskirennen ausgetragen werden.

Der Wind ist der große olympische Spielverderber.

Der Wind ist der große olympische Spielverderber.© APAweb / AP Photo, Luca Bruno Der Wind ist der große olympische Spielverderber.© APAweb / AP Photo, Luca Bruno

Pyeongchang/Yongpyong. Die Absagenflut geht weiter. Von den ersten vier Alpinskirennen mussten bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang drei verschoben werden. Spielverderber ist der Wind. Bei den Winterspielen in Südkorea kommt es deshalb nun sogar zu einem "Doppel-Double". Denn am Mittwoch wurde auch der Damenslalom in Yongpyong auf Freitag "verblasen". Innerhalb von 48 Stunden finden nun bei Olympia gleich vier Alpinskirennen statt.

Und zwar so, dass die beiden Herren-Speedrennen in Jeongseon jeweils in die zwei Technikrennen der Damen in Yongpyong "eingebettet" sind. Das neue Programm beginnt Donnerstag mit dem ersten Durchgang des Damen-Riesentorlaufs (2.00/5.45 Uhr MEZ). Um 3.30 Uhr MEZ startet die Herren-Abfahrt, die eigentlich schon vergangenen Sonntag über die Bühnen gehen hätte sollen. Am Freitag findet das nächste "Ski-Doppel" mit Damenslalom (2.00/5.15 Uhr MEZ) sowie Herren-Super-G (3.00 Uhr MEZ) statt. Dem Damen-Wunsch, den Super-G etwas später zu beginnen, wurde laut Herren-Rennchef Markus Waldner nicht stattgegeben.

Möglich ist dieses "Doppel-Double", weil die Alpinskirennen in Korea mangels ausreichend hoher Berge in zwei verschiedenen Resorts ausgetragen werden. Die Speedbewerbe finden in Jeongseon statt, die Technikrennen in Yongpyong.

Stress mit den Hotelbetten

Allerdings bekommt man nach den vielen Verschiebungen nun ein wenig Stress mit den Hotelbetten. Von den vier bis Mittwoch geplant gewesenen Rennen hat mit der Herren-Kombi nämlich erst eines stattgefunden. Dafür gibt es nun einen "Super-Donnerstag" und einen "Super-Freitag", um das wieder aufzuholen.

IOC Sprecher Mark Adams war nach der neuerlichen Verschiebung sofort mit einem beruhigenden Kommentar zur Stelle. Es sei noch immer "ausreichend" Zeit, um alle Alpinski-Events durchzuführen, sagte der Brite. "Wenn der Wind ab nun 15 Tage weiterbläst, könnte es ein Problem werden. Aber derzeit ist alles okay", sagte Adams. "Der Ski-Weltverband ist an Störungen durch Wind und Wetter gewöhnt."

Bei den Damen beginnt das Rennprogramm jedenfalls nun doch wie ursprünglich vorgesehen mit dem Riesentorlauf. Dieser war schon am Montag aus dem gleichen Grund abgesagt und auf Donnerstag verschoben worden.

Wind soll sich abschwächen

Angesichts der Vorhersagen und weiteren Prognosen mit bis zu 100 km/h Wind kam es etwas überraschend, dass der Damenslalom nicht gleich in der Früh abgesagt wurde. "Es hat schon Minuten oder Stunden gegeben, wo es nicht super schlecht war. Es war in der Früh einigermaßen zum Darandenken, dass man fahren könnte", verteidigte FIS-Renndirektor Atle Skaardal die Entscheidung, Rennläuferinnen und Zuschauer auf den Berg zu holen, im ORF.

Ab jetzt stehen die Chancen auf eine Durchführung der Rennen aber gut. Denn der Wind soll sich ab nun deutlich abschwächen, das wusste man aber ohnehin seit Tagen.

Stephanie Brunner nutzte die Situation am Mittwoch zum Training neben dem Rennhang. "Ich bin 40 Minten Lift gefahren, ohne ein Rennen zu erleben. Aber ich glaube, es war die richtige Entscheidung, bei Olympia soll es schon ein faires Rennen geben", sagte die Tirolerin. "Jetzt habe ich zwei Läufe mehr im Slalom trainiert, das ist okay."

"Wir wollen endlich Rennen fahren"

Dass der zum "Eincruisen" gedachte Slalom ausgefallen ist, war der Riesentorlauf-Spezialistin Brunner letztlich egal. "Der Riesen wäre ja sowieso zuerst gewesen, es macht also keinen Unterschied. Ich hoffe jetzt auf gutes Wetter."

Das sah auch Katharina Gallhuber so. "Ein Trainingstag mehr ist immer gut", meinte die Slalom-Spezialistin. "Die Bedingungen sind doch anders als bei uns daheim."

Bernadette Schild hatte sich die Wind-Situation am Berg genauer angesehen. "Wir haben genau in dem Fenster besichtigt, als der Wind etwas weniger war. Aber bei der letzten Sesselliftfahrt war klar, dass er wieder stärker ist."

Den Versuch sei es aber wert gewesen, meinte auch Schild. "Der Wetterbericht muss ja nicht stimmen. Leider hat er sich dann doch als wahr herausgestellt", sagte die Salzburgerin. Ihr Wunsch: "Wir wollen jetzt gerne endlich ein Rennen fahren. Die Warterei macht ein bisschen müde."





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-02-14 07:41:12
Letzte Änderung am 2018-02-14 08:19:46



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