• vom 02.12.2018, 17:24 Uhr

Ski

Update: 02.12.2018, 17:27 Uhr

Skispringen

Erstes Podest für Iraschko-Stolz: Dritte in Lillehammer




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA

  • Pinkelnig wurde auf der Großschanze Vierte. Der Sieg ging an die Deutsche Althaus.

Von links nach rechts: Zweiplatzierte Ramona Straub und Gewinnerin Katharina Althaus aus Deutschland sowie Daniela Iraschko-Stolz aus Österreich. - © APAweb, Reuters, Geir Olsen

Von links nach rechts: Zweiplatzierte Ramona Straub und Gewinnerin Katharina Althaus aus Deutschland sowie Daniela Iraschko-Stolz aus Österreich. © APAweb, Reuters, Geir Olsen

Lillehammer. Das Gesicht brauche man nicht zum Springen, sagte die noch von einem Trainingssturz am Montag gezeichnete Daniela Iraschko-Stolz nach ihrem ersten Podestplatz der Heim-WM-Saison. Die 35-Jährige klassierte sich am Sonntag im Großschanzen-Bewerb in Lillehammer an der dritten Stelle (131/127 m). 12,3 Punkte fehlten der Wahl-Tirolerin auf die deutsche Siegerin Katharina Althaus (128,5/139,5).

Die Vorarlbergerin Eva Pinkelnig wurde Vierte (130/122) und schaffte mit dem dritten Top-Ten-Platz im dritten Bewerb ebenfalls ihr bisher bestes Resultat. Jacqueline Seifriedsberger (122,5/121) landete an der 13. Stelle.


Iraschko-Stolz und Pinkelnig hatten nach dem ersten Durchgang das 40-köpfige Damenfeld angeführt. Im Finale stellte Althaus als drittletzte Springerin ihren Damen-Schanzenrekord vom Sieg im Vorjahr mit 139,5 m ein. Die Jury verkürzte vor den zwei Österreicherinnen den Anlauf, beide blieben in der Folge deutlich hinter der 22-jährigen Olympia-Zweiten (5. Weltcupsieg) und deren Landsfrau Ramona Straub (1. Karriere-Podestplatz) zurück.

"Wir haben es hinten raus schwierig gehabt, es war mehr Wind nach dem Vorbau, aber da hilft er dir nicht, wenn er unten fehlt", sagte Iraschko-Stolz, freute sich aber über ihre "guten, stabilen Sprünge". Sie habe diese Woche wegen des Sturzes doch viel Stress gehabt. "Aber jetzt kann ich mit einem guten Gefühl heimfahren, es läuft in die richtige Richtung", resümierte die Ex-Weltmeisterin und Olympia-Zweite von 2014 nach der ersten Station im ORF-TV-Interview. Das von Althaus gewonnene Lillehammer-Triple beendete sie als Fünfte, noch vor Olympiasiegerin Maren Lundby (NOR), die zum Abschluss nur 22. wurde.

Die Vorarlbergerin Pinkelnig bewies auch auf dem großen Lysgaardsbakken, dass sie die mentalen Folgen ihrer schweren Stürze in der Saison 2016/17 endgültig überwunden hat. Nach den Rängen sieben, zehn und vier ist die 30-jährige Spätstarterin Gesamt-Siebente im Weltcup, unmittelbar hinter Iraschko-Stolz. "So viele Weltcup-Großschanzenbewerbe habe ich noch nicht. Es ist einfach lässig, ich freue mich dabei zu sein", erklärte Pinkelnig.

Cheftrainer Harald Rodlauer lobte das gesamte Team. Auch die nicht für das Finale qualifizierte Chiara Hölzl (39.), die trotz dreiwöchiger Krankheitspause auf der ersten Station tolle Sprünge gezeigt habe. "Auf der Großschanze haben ihr leider die Kräfte gefehlt." Jaqueline Seifriedsberger sei von Tag zu Tag besser geworden und Pinkelnig werde dem Team noch viel Freude machen, wenn sie cool bleibe, sagte der Steirer und hob Iraschko-Stolz doch hervor. "Nach ihrem Sturz am Montag hätte ich nicht gedacht, dass sie in nächster Zeit Skispringen kann und jetzt segelt sie aufs Podest. Das war sensationell."




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-12-02 17:24:56
Letzte Änderung am 2018-12-02 17:27:34



Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Zwei Große müssen gehen
  2. Rekordmann Tom Brady hat noch nicht genug
  3. Mattersburg dreht Parie gegen Austria
  4. Positive Bilanz mit zwei Wermutstropfen
  5. Feuz gewinnt Abfahrt in Beaver Creek
Meistkommentiert
  1. Shiffrin schreibt Ski-Geschichte
  2. Mattersburg dreht Parie gegen Austria


Werbung