• vom 06.12.2018, 16:46 Uhr

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Ski-Weltcup

Skisport total im Dezember




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  • Fast 20 Rennen: In Europa beginnt im Weltcup die intensive Phase vor und nach Weihnachten.

2009 in Val d’Isère hatte Marcel Hirscher erstmals etwas im Weltcup zu feiern - nun will er ebendort seinen 60. Sieg erobern. - © afp/Fife

2009 in Val d’Isère hatte Marcel Hirscher erstmals etwas im Weltcup zu feiern - nun will er ebendort seinen 60. Sieg erobern. © afp/Fife

Val d’Isère. (may) Der alpine Ski-Weltcup ist nach anstrengenden Flugmeilen aus Nordamerika zurückgekehrt. Zeit zum Ausrasten bleibt den Pistenartisten freilich nicht, denn schon ab Samstag beginnt ein im Dezember noch nie dagewesenes Intensivprogramm, das den Athleten bis Silvester insgesamt 19 Rennen bescheren soll.

Die Männer, die am Wochenende traditionell das Kriterium des ersten Schnees in Val d’Isère mit Riesenslalom und Slalom bestreiten, haben durch den Sölden-Nachtrag und die zwei geplanten Rennen in Bormio gleich zehn Einsätze vor sich; bei den Damen, die am Wochenende in St. Moritz mit SuperG und Parallel-Slalom in die Europarennen starten, sind es insgesamt neun Dezember-Rennen, falls für das wegen Schneemangels in Val d’Isère abgesagte Speed-Triple ein Ersatzort gefunden wird.


Vor allem die Ski-Herren stehen vor dem Heiligen Abend unter Dauerstress: Nach Val d’Isère geht es wie gehabt nach Südtirol, wo in Gröden (nach zwei Trainingstagen) auf der Saslong Super G und Abfahrt (14./15. Dezember) anstehen. Unmittelbar danach geht es - wie alle Jahre wieder - übers Grödner Joch nach Alta Badia, wo auf der Gran Risa Riesentorlauf und Nacht-Parallel-Riesentorlauf (16./17. Dezember) stattfinden. Die Latten für den Riesentorlauf brauchen dann gar nicht erst im Keller verstaut zu werden, denn schon drei Tage später steht in Saalbach der nächste - das Ersatzrennen für den abgesagten Weltcup-Auftakt in Sölden - auf dem Programm. Doch damit ist die Weihnachtspause noch nicht eingeläutet: Beim Slalom-Klassiker in Madonna di Campiglio entscheidet sich zwei Tage vor der Christmette, für wen es heuer ein besonders schönes Fest wird. Das Jahr ist damit aber noch nicht zu Ende, vielmehr währt die Weihnachtsruhe der Ski-Herren heuer besonders kurz: Bereits am Stefanitag steigt für die Speed-Asse das erste Training in Bormio für die Abfahrt am 28. Dezember; zum krönenden Jahresabschluss gibt es tags darauf auf der Stelvio dann erstmals auch einen Silvester-Super-G.

Ähnlich fordernd wird das Ski-Programm für die Damen: Nach St. Moritz sollten eigentlich von 14. bis 16. Dezember Kombination, Abfahrt und Super G stattfinden - noch gibt es allerdings keine Ersatz-Destination für Val d’Isère. Fix ist daher derzeit nur, dass der Tross am Freitag und Samstag vor Weihnachten im französischen Courchevel Station macht, wo um Riesentorlauf- und Slalom-Punkte gefahren wird.

Die Weihnachtspause fällt im Gegensatz zu den Männern dann zumindest etwas länger aus, geht es doch - ganz ohne offizielle Trainingsläufe - erst am 28./29. Dezember mit dem Renndoppel am Semmering (Riesentorlauf/Slalom) ins Jahresfinale.

Hirscher jagt 60. Weltcupsieg
Einem scheint der ganze Rennstress offenbar nichts anhaben zu können, sonst würde er nicht schon zehn Saisonen lang an der Spitze stehen: Marcel Hirscher. Er kehrt am Wochenende auf die Face de Bellevarde zurück, die er einst zu seinem "Lieblingsberg" geadelt hat. Kein Wunder, hat er doch auf dem extrem steilen und meist eisigen Hang am 13. Dezember 2009 seinen ersten Weltcupsieg (Riesentorlauf) gefeiert; fast genau ein Jahr später durfte er erstmals auch im Slalom jubeln - natürlich wieder in Val d’Isère. Am bevorstehenden Weltcupwochenende kann er auf der Face erneut persönliche Rennhistorie schreiben, wenn er seinen 60.Weltcuptriumph einfährt. Auch für (Trainer-)Vater Ferdinand Hirscher wäre dies wohl ein besonderes Jubiläum, zumal er den Premierensieg des Filius 2009 in Savoyen ganz oben einreihte: "Das war für mich der emotionalste Moment in Marcels Karriere überhaupt."

Val d’Isère ist jedenfalls goldener Boden für den 29-jährigen Annaberger: Außer sechs Siegen hat er dort fünf zweite und drei dritte Plätze geholt. Nur in Adelboden war er mit sieben Triumphen noch erfolgreicher.

Ski-Weltcup am Wochenende:

Damen in St. Moritz:

Super G Samstag, 11.15 Uhr

Parallel-Slalom Sonntag, 13.30 Uhr

Herren in Val d’Isère:

RiesentorlaufSonntag, 10/13 Uhr

Slalom Sonntag, 9.30/12.30 Uhr




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Dokument erstellt am 2018-12-06 16:58:41



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