"Ich werde mein Bestes geben, um die Leute zu befriedigen", kündigte Manuel Feller an. - © APAweb, Barbara Gindl
"Ich werde mein Bestes geben, um die Leute zu befriedigen", kündigte Manuel Feller an. - © APAweb, Barbara Gindl

Saalbach. (apa/may) Im Windschatten von Superstar Marcel Hirscher geht es für seine Teamkollegen Manuel Feller, Philipp Schörghofer, Stefan Brennsteiner, Roland Leitinger und Marco Schwarz darum, sich beim Riesentorlauf am Mittwoch in Saalbach-Hinterglemm (10/13 Uhr, ORFeins) ins Scheinwerferlicht zu fahren. Der Heim-Weltcup soll die rot-weiß-roten Athleten beflügeln. "Ich werde mein Bestes geben, um die Leute zu befriedigen", kündigte etwa Feller an.

Im Riesentorlauf ist für die ÖSV-Mannschaft in der aktuellen Saison noch nicht alles rund gelaufen. Feller, zuletzt Vierter in Alta Badia, hat sich zwar in der ersten Gruppe etabliert, doch für die übrigen Österreicher hat in den bisherigen drei Rennen noch kein Top-15-Platz herausgeschaut. Bis auf Brennsteiner, der es ins Achtelfinale schaffte, scheiterten am Montag zudem alle ÖSV-Teilnehmer in der ersten Runde des Parallel-Riesentorlaufs von Alta Badia, konnten sich also auch so kein zusätzliches Selbstvertrauen holen. Schörghofer nahm trotz seiner knappen Niederlage gegen Henrik Kristoffersen aber viel Positives mit.

"Mir gibt Vertrauen, dass ich gut gefahren bin. Zwei Hundertstel sind bitter, aber gegen viele andere hätte ich wahrscheinlich da die erste Runde locker gewonnen", erläuterte der 35-Jährige, der für das Heimrennen nun volle Attacke ankündigte: "Einfach draufhauen jetzt in Saalbach."

Salzburger im Riesentorlauf-Team sind auch Leitinger und Brennsteiner. "Es ist eigentlich das erste Heimrennen, das sogar bei mir im Pinzgau stattfindet. Es ist natürlich eine Riesenfreude gewesen, wie ich gehört habe, das Ersatzrennen für Sölden findet dort statt", berichtete Leitinger. "Die Leute werden da sein, bei mir ist die Freude da."

Ähnlich klang Brennsteiner, der wie Leitinger in der vergangenen Saison einen Kreuzbandriss erlitten hatte. "Man macht sich Kopfzerbrechen, obwohl man das nicht zu viel tun sollte. Es wird schon kommen früher oder später", meinte der 27-Jährige. "Jetzt kommt ein richtig lässiges Heimrennen für mich im Pinzgau. Auf das freue ich mich, das versuche ich zu genießen. Dann kommt die Selbstverständlichkeit nachher vielleicht dazu." Marco Schwarz hatte sich am Sonntag mit Nummer 71 für den zweiten Alta-Badia-Durchgang qualifiziert, schied dann jedoch im Finale aus. "Das war sehr schade. Sicher wäre es gut gewesen, ein paar Punkte abzuholen, aber in Saalbach habe ich die nächste Chance", meinte der Kärntner.

Hirscher-Rekord in der Heimat?

Nach seinem Premieren-Erfolg in einem Parallel-Riesentorlauf peilt Hirscher nun auch seinen ersten Sieg in seinem Heimat-Bundesland an - wiewohl es dafür noch keine Gelegenheiten gab, fand doch in Saalbach letztmals vor 19Jahren (Riesentorlauf-Sieger Christian Mayer) ein Technikrennen statt. Auch so ist Saalbach für ihn Neuland: "Ich bin noch nie auf dem Berg gefahren. Es wird für alle eine neue Situation." Die Vorzeichen sind dennoch ideal: Einerseits wartet auf dem Zwölferkogel eine der längsten Riesentorlauf-Strecken im Weltcup. Andererseits ist die Anreise aus dem Lammertal im vorweihnachtlichen Rennstress mit fünf Rennen in sieben Tagen direkt komfortabel. "Sicher ist es nicht so schlecht, wenn wir in eineinhalb Stunden dort sind", meinte der Annaberger, der es nur kürzer nach Schladming (zum bisherigen Heimrennen) hat.

Überdies könnte er just in seiner Heimat einen weiteren Meilenstein in der rot-weiß-roten Skihistorie markieren. Wenn er nämlich bei einem der beiden Rennen (am Donnerstag folgt der Slalom) seinen 63. Weltcuperfolg einfährt und damit seine Landsfrau Annemarie Moser-Pröll als Rekordhalter ablöst. "Das ist ein Rekord, der was zu sagen hat", meinte der 29-Jährige bereits nach seinem 62. Sieg in Alta Badia.