Courchevel. Schlag auf Schlag geht es auch im Weltcup der Damen weiter. Während sich die Speed-Fraktion mit etwas Wehmut aus dem Grödnertal verabschiedete, ging es für Anna Veith und Ricarda Haaser weiter nach Courchevel. In Frankreich möchte Veith am Freitag (10.30/13.30 Uhr, ORFeins) im Riesentorlauf ein anderes Gesicht zeigen. In der Disziplin fühle sich die Salzburgerin "im Moment am stärksten".

Während der ÖSV über die Weltcup-Premiere in Gröden positive Bilanz ziehen konnte - zwei Stockerlplätze durch Ramona Siebenhofer und Nicole Schmidhofer sowie eine kompakte Teamleistung - war eine alles andere als zufrieden: Anna Veith. Nach Rang 33 in der Abfahrt und 17 im Super G auf der technisch nicht sonderlich anspruchsvollen Strecke freute sie sich logischerweise auf die Weiterreise nach Frankreich.

Denn im Riesentorlauf habe sie derzeit mehr Vertrauen in ihre Fähigkeiten, zudem soll ein neuer Ski helfen. "Ich habe in der letzten Woche drei Tage Riesentorlauf trainiert und etwas Neues probiert. Ich sehe mich da im Moment, denke ich, am stärksten", erklärte Veith. "Ich habe am Eis trainiert, ich denke, dass die Piste in Courchevel gespritzt sein wird."

Im Gegensatz zu den Speed-Disziplinen ist der Riesentorlauf im Moment aber so etwas wie die Problemdisziplin der Österreicherinnen. Das liegt vor allem an den Verletzungen, die Veith und Eva-Maria Brem weit zurückgeworfen haben. Dadurch ist Stephanie Brunner als einzige ÖSV-Athletin in unmittelbarer Schlagdistanz zur Weltspitze. "Riesenslalom ist natürlich ein gewisses Reizthema, weil das bis vor drei Jahren wirklich mit Abstand unsere beste Disziplin war", sagte ÖSV-Rennsportleiter Jürgen Kriechbaum. "Die Anna versucht schon, das sehr akribisch zu machen, wieder ganz nach vorne zu kommen. Ich traue ihr das auch heuer zu. Die Eva-Maria ist da sicher noch einen Schritt weiter hinten."

Bei Haaser und Katharina Liensberger erkenne Kriechbaum Potenzial - aber bis zur Weltspitze dauere es einfach seine Zeit. "Da braucht man schon extrem viel, dass man da mitmischen kann. Das ist knallharte Arbeit, da sind wir dran."