Courchevel. Mikaela Shiffrin hat am Freitag beim Riesentorlauf von Courchevel ihren bereits vierten Sieg allein im Dezember 2018 eingefahren. Die im Gesamtweltcup überlegen führende US-Amerikanerin fing in der Entscheidung Viktoria Rebensburg noch knapp ab. Im Slalom am Samstag (10.30/13.30 Uhr) hat Shiffrin nun die Chance auf Weltcupsieg Nummer 50 - womit die 23-Jährige weiterhin auf Rekordkurs fährt und sowohl Marcel Hirscher (63Siege), als auch Lindsey Vonn (82) und Ingemar Stenmark (86) jagt. Für die Österreicherinnen lief es nicht ganz nach Wunsch - die Halbzeitzweite Stephanie Brunner fiel bei Schneetreiben und schlechter Sicht im verkürzten zweiten Lauf auf Rang sechs zurück. Anna Veith konnte mit Rang sieben reüssieren.

"Ich habe es leider ein bisschen zu gerade angelegt", erklärte Brunner, die dennoch zufrieden war: "Courchevel ist nicht mein Lieblingsort, von dem her darf ich nicht meckern." In den ersten beiden Saison-Riesentorläufen war die erst von einer Knieverletzung zurückgekehrte 24-Jährige auf die Ränge fünf (Sölden) und drei (Killington) gefahren.

Veith indes unterstrich mit der zweitbesten Zeit im zweiten Lauf, dass derzeit am ehesten im Riesentorlauf mit ihr zu rechnen ist - am Ende freute sie sich über "einen super Tag". Die Widerstandsfähigste im dichten Schneetreiben war freilich wieder einmal Edeltechnikern Shiffrin. "Ich habe mir nichts daraus gemacht. Natürlich sieht man die Schläge manchmal nicht, man muss Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten haben", sagte die Siegerin, die aber auch eine simple Erklärung beisteuerte: "Manchmal braucht man auch ein wenig Glück."

Damen-Riesentorlauf in Courchevel:

1. Mikaela Shiffrin (USA) 1:49,81
2. Viktoria Rebensburg (D)+0,14
3. Tessa Worley (Fr)+0,33
Weiters:
6. Stephanie Brunner (Ö)+0,78
7. Anna Veith (Ö)+0,91

Slalom in Courchevel
Samstag, 10.30/13.30 Uhr
Riesentorlauf auf dem Semmering
Freitag, 28. Dezember, 10.30/13.30 Uhr
Slalom auf dem Semmering
Samstag, 29. Dez., 10.30/13.30 Uhr