Ramsau. Lokalmatador Franz-Josef Rehrl hat den provisorischen Wettkampfdurchgang (PCR) beim Weltcup der nordischen Kombinierer in der Ramsau am Freitag für sich entschieden - mit einem möglicherweise erfreulichen Endergebnis. Denn nachdem für Samstag mit Wind und Regen zu rechnen ist, könnte es sein, dass das Springen ausfällt und der PCR in die Wertung kommt.

Rehrl setzte sich auf der Normalschanze mit einem 95-Meter-Sprung vor Weltcupspitzenreiter Jarl Magnus Riiber aus Norwegen (98,5 Meter) und deutlich vor dem Japaner Joshito Watabe (94,5 Meter) durch. "Alle meine Sprünge sind derzeit auf einem guten Niveau, ich bin echt zufrieden", erklärte Rehrl. Der Ramsauer, der Anfang Dezember in Lillehammer als Dritter erstmals auf das Stockerl gekommen war, hofft, dass das Wetter am Samstag mitspielt. "Wenn nicht, dann habe ich eine gute Basis, wenn doch, kann ja noch mehr gehen", meinte Rehrl. Sein Guthaben auf Riiber würde neun Sekunden betragen, auf Watabe ist es bereits mehr als eine halbe Minute.

Der Gesamtweltcupdritte Seidl war als Sechster hingegen nicht so ganz zufrieden. "Ich habe doch ein paar Sekunden aufgerissen, der Sprung war vom Tisch nicht optimal", betonte der fast eine Minute hinter Rehrl liegende Salzburger. Er fühle sich aber nach wie vor sehr gut, sein erster Weltcupsieg beim Saisonauftakt in Ruka sei beflügelnd gewesen, sagte er. Die ÖSV-Routiniers um Ex-Weltmeister Bernhard Gruber kamen hingegen nicht ins Spitzenfeld. "Die Sprünge sind okay. Ich bin noch nicht ganz glücklich damit, aber sie laufen schon wieder besser. Das letzte Vertrauen fehlt mir noch. Ich habe aber schon erlebt, dass es bei mir schnell geht", meinte der auf Rang 15 gelandete Gruber.

Alle zehn angetretenen Österreicher überstanden die mit dem PCR ausgetragene Qualifikation. Sollte der Wind nicht zu stark sein, geht am Samstag um 12 Uhr der Sprungdurchgang über die Bühne, um 14.45 Uhr folgt dann der 10-Kilometer-Langlauf.