Semmering. Mikaela Shiffrin hat am Samstag auch den vierten Slalom der alpinen Ski-Weltcupsaison gewonnen. Am Semmering distanzierte die 23-jährige US-Amerikanerin die Riesentorlaufsiegerin von Freitag, Petra Vlhova, um 0,29 Sekunden. Shiffrin ist mit ihrem 36. Weltcuperfolg im Slalom nun auch alleinige Disziplinen-Rekordhalterin vor der ehemaligen ÖSV-Läuferin Marlies Raich (Schild).

An Gesamt-Weltcupsiegen überholte sie mit ihrem 51. Triumph Alberto Tomba und ist in der gemeinsamen Wertung von Damen und Herren Siebente hinter Hermann Maier (54). "Als ich jung war, wollte ich die beste Skifahrerin der Welt sein. Ich habe immer Marlies beobachtet, sie ist eine Legende. Aber ich habe nie daran gedacht, sie einmal zu überholen", sagte Shiffrin im ORF-Interview.

Rang drei ging an die Schweizerin Wendy Holdener (+0,38), die Vorarlbergerin Katharina Liensberger (0,75) schaffte als Vierte ihr bestes Weltcupresultat (exklusive Parallelslalom). Zweitbeste Österreicherin wurde Katharina Truppe (1,58) als Fünfte, Katharina Huber landete auf Rang 21.

Für Bernadette Schild, die nach den Plätzen drei (Levi) und vier (Killington) sowie Rang drei zur Halbzeit in Courchevel mit einigen Hoffnungen angereist war, endete der Zauber bereits beim ersten Tor - 19 Fahrerinnen schieden alleine im ersten Lauf aus oder wurden disqualifiziert, obwohl die Veranstalter angesichts des Warmwetters wieder eine passable Piste hingebracht hatten.

"Irgendwas muss beim Anschieben schief gelaufen sein. Oder es war eine kleine Spur im Schnee, ein minimaler Druck am Innenski. Dann passiert es halt", sagte Schild. Viel Zeit zum Grübeln bleibt ihr ohnehin nicht. Mit Oslo (1. Jänner), Zagreb (5. Jänner) und dem großen Heimrennen am 8. Jänner in Flachau stehen für Schild im neuen Jahr aber gleich wieder große Aufgaben an.