Auch die Skisprung-Damen sorgten auf der Japan-Tournee für Erfolgserlebnisse: Daniela Iraschko-Stolz holte am Freitag in Zao ihren zweiten Saisonerfolg, am Sonntag wurde ebendort auf der Normalschanze Eva Pinkelnig vor Iraschko-Stolz Vierte.

Nordische Kombination. Auch um die stets verlässlichen Medaillenlieferanten namens nordische Kombinierer braucht man sich in Seefeld keine Sorgen zu machen. Vielmehr keimt nach den heurigen Vorstellungen die Hoffnung auf, dass es mehr sein darf als einmal Team- und einmal Einzel-Edelmetall. Denn am Wochenende beim Weltcup-Saisonhöhepunkt in Form des Nordic Triple in Chaux-Neuve gab es ausschließlich rot-weiß-rote Erfolge - nach den überragenden Einzelsiegen von Franz-Josef Rehrl am Freitag und Samstag sicherte sich Teamkollege Mario Seidl am Sonntag den Gesamtsieg. Der 26-jährige Salzburger triumphierte als erster Österreicher beim Triple vor dem Deutschen Fabian Rießle und dem 25-jährigen Steirer Rehrl.

Ende der deutschen Dominanz?

Damit könnte die junge ÖSV-Truppe die jahrelange Dominanz der deutschen Kombinierer, die sich bei WM und Olympia gegenseitig um die Medaillen rauften, langsam, aber sicher zu Ende gehen. Vor allem auf der Schanze springen Rehrl und Seidl derzeit in einer eigenen Liga - und konnten so in Frankreich von der Konkurrenz (inklusive dem bisherigen Weltcup-Dominator Jarl Magnus Riiber) in der Loipe nicht mehr eingeholt werden.

Bleibt zu hoffen, dass der Schanzenheimvorteil in Seefeld zusätzlich beflügelt und gleichzeitig die Nervosität der Heim-Spiele nicht hemmend wirkt. Zumindest die eine Silberne durch Mario Stecher im Sprint vor 20 Jahren in der Ramsau sollte als Minimalziel übertroffen werden. "Wir wissen, welches Potenzial wir haben. Wenn wir gut weiterarbeiten, ist bei der Heim-WM alles möglich. Und darauf freue ich mich schon", meinte Triple-Sieger Seidl.