- © apa/expa/J. Groder
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Aare. (art) Nichts wurde es mit der ersehnten Medaille im zweiten Damen-Bewerb bei der Ski-WM in Aare für Österreich. In der Kombination am Freitag gab es ebenso wie im Super-G nichts zu holen - allerdings tasten sich die ÖSV-Läuferinnen nach dem Debakel zum Auftakt, als Nicole Schmidhofer als Elfte die beste Platzierung schaffte, vor der Abfahrt am Sonntag langsam näher an die Medaillenränge heran.

Dass es sogar sehr nahe war, Ramona Siebenhofer nach Bestzeit in der Abfahrt und einem - für die Speed-Spezialistin - starken Slalom lächerliche vier Hundertstel auf das Stockerl fehlten, machte die Sache aber nicht unbedingt einfacher für die Steirerin. Als sie als Vierte - hinter der Schweizerin Wendy Holdener, der Slowakin Petra Vlhová und der Norwegerin Ragnhild Mowinckel - abschwang, konnte sie ihre Tränen nicht verbergen. Und das wollte sie auch gar nicht. "Was soll ich sagen, ich bin sehr enttäuscht", meinte sie im ORF-Interview. "Ich glaube, diese Emotionen muss man jetzt auch zulassen, das gehört dazu im Sport." Wenn sie aber eines gelernt habe in den vergangenen Jahren, "dann ist es verlieren. Jetzt hoffe ich, dass ich in der Abfahrt zurückschlagen kann."

Tatsächlich zählt Siebenhofer nicht nur nach ihrer Leistung in der Kombinationsabfahrt zum Kreis der ernsthaften Medaillenanwärterinnen in der Königsdisziplin, in der in der Disziplinenwertung im Weltcup nur ihre ebenfalls aus der Steiermark kommende Teamkollegin Nicole Schmidhofer knapp vor ihr liegt. Schmidhofer war in der Kombination nicht dabei, ist aber freilich neben Siebenhofer und Stephanie Venier Fixstarterin am Sonntag. Über den vierten Startplatz wird erst entschieden, Chancen darf sich Ricarda Haaser ausrechnen, die am Freitag nach dem siebenten Platz zur Halbzeit im Slalom ausschied. Gar nicht mehr angetreten ist zur zweiten Hälfte Lindsey Vonn, die die Kombinationsabfahrt als Trainingslauf (8.) für ihren Abschied nützte.

Für Siebenhofer gilt es indessen, die Enttäuschung möglichst rasch wegzustecken. Ein Stück Schokolade darf’s dafür auch sein. "Das hilft immer", hatte sie noch nach dem Super-G gemeint.