• vom 11.02.2019, 17:52 Uhr

Ski

Update: 11.02.2019, 18:09 Uhr

Ski-WM 2019

Happy End in Bronze




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  • Ein "frustrierter" Marco Schwarz wird Dritter in der Kombination - Gold geht an Alexis Pinturault.

Gold, Silber, Bronze für Pinturault (M.), Hadalin (l.) und Schwarz.

Gold, Silber, Bronze für Pinturault (M.), Hadalin (l.) und Schwarz.© apa/expa/Angerer Gold, Silber, Bronze für Pinturault (M.), Hadalin (l.) und Schwarz.© apa/expa/Angerer

Aare. (may) Die alpine Kombination bleibt fest in den Händen der Techniker: So sehr der Slalom auch eingekürzt wird - am Montag in Aare betrug die Laufzeit nur rund 38 Sekunden - und so wenig Fallen auch eingebaut werden, am Ende haben die klassischen Abfahrer in der Entscheidung auf den Kurzskiern das Nachsehen. Die Kombinations-Weltmeister und -Olympiasieger der vergangenen Jahre waren allesamt Technikspezialisten - von Ted Ligety (2013) über Marcel Hirscher (2015 und 2018) bis Luca Aerni (2017). Daher konnte auch der neue Weltmeister nicht wirklich überraschen: Topfavorit Alexis Pinturault aus Frankreich setzte sich vor dem slowenischen Überraschungsmann Stefan Hadalin durch - Österreich darf sich über Bronze durch Mitfavorit Marco Schwarz freuen. Die dritte ÖSV-Medaille bei den Titelkämpfen im hohen Norden nach Silber und Bronze durch Vincent Kriechmayr in den Speed-Bewerben.

Abfahrer chancenlos

Information

Alpine Kombination, Herren:
1. Alexis Pinturault (Fr) 1:47.71
2. Stefan Hadalin (Slo) +0,24
3. Marco Schwarz (Ö) +0,46

Weiters:
12. Daniel Danklmaier (Ö)+1,89
14. Romed Baumann (Ö) +1,99
17. Vincent Kriechmayr (Ö) +2,12

Dabei stand dem 23-jährigen Kärntner Schwarz nach der Zieldurchfahrt noch die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: Der Sieger des einzigen Kombinationsbewerbs heuer in Wengen konnte nämlich seine Qualitäten auf dem flachen Zielschuss von Aare nicht vollends ausspielen und landete nur auf dem dritten Zwischenrang. Nachdem noch mehr als 20Läufer im Finale am Start standen, war die Position auf dem Medaillen-Schleudersitz wahrlich keine komfortable. Doch auf der immer weicher werdenden und schwieriger zu fahrenden Piste konnte keiner mehr die Top Drei sprengen, die ihre frühen Startnummern voll ausnutzen konnten. Als dann Super-G-Weltmeister Dominik Paris, der Führende nach der Abfahrt, durchs Ziel fuhr und sich auch nur auf Rang neun klassieren konnte (+1,51 Sekunden), konnte Schwarz endgültig aufatmen. Und über seine erste Einzelmedaille bei einem Großereignis jubeln: "Der Frust nach dem Slalom war sehr groß, weil ich nicht gedacht hätte, dass das reicht. Und ich war ja erst vor einem Jahr Vierter in der Olympia-Kombination", erklärte Schwarz. Diesmal sei jedoch das Glück auf seiner Seite gewesen: "Die Slalom-Piste hat extrem nachgelassen, sodass die Besten nach der Abfahrt einfach keine Chance mehr gehabt haben."

Mit der Medaille in der Tasche kann der Villacher nun auch entspannt in die weiteren WM-Bewerbe gehen - schließlich warten auf ihn noch drei Disziplinen: Sowohl im Teambewerb am Dienstag, als auch im Riesentorlauf am Freitag und im abschließenden Slalom am Sonntag ist Schwarz für Edelmetall gut. "Ich freue mich riesig über Bronze und kann gelassen in die bevorstehenden Rennen gehen. Ich freue mich richtig auf diese Bewerbe." Übergroß war die Freude auch beim neuen Weltmeister - zumal es für Pinturault, der in seiner Karriere oftmals im Schatten von Hirscher stand, das erste Einzelgold ist. Außerdem ging der 27-Jährige gehandicapt in die Slalom-Entscheidung, nachdem er in der Abfahrt eine Knieprellung erlitten hatte. "Es war ein bisschen schwierig, weil ich zunächst nicht mehr richtig gehen konnte. Ich habe mich dann aber nur noch auf das Rennen konzentriert - und es hat funktioniert", so Pinturault, der vor zwei Jahren in St. Moritz schon Mannschaftsgold gewonnen hatte. Doch der Kombinations-Titel - möglicherweise sogar der letzte, der bei alpinen Titelkämpfen vergeben wurde - steht darüber: "Dieses Gold ist etwas Fantastisches. Ich bin sehr, sehr glücklich."

Fast noch mehr strahlte an diesem Nachmittag Stefan Hadalin: Der Slowene, der im Weltcup bisher noch nie besser als Achter (Saalbach-Slalom im Dezember 2018) war, sprach von einem "großartigen Gefühl" nach dem Silbergewinn. Der 23-Jährige nutzte seine Nummer eins im Slalom mit Laufbestzeit perfekt aus.

Für die anderen drei ÖSV-Teilnehmer gab es indes nichts zu holen. Daniel Danklmaier landete als zweitbester Österreicher auf dem zwölften Rang. Romed Baumann wurde 14., Kriechmayr 17. "Es war schwierig, sehr schwierig. Die Piste hat natürlich ein bisschen nachgelassen. Das Maximum, was für einen Abfahrer möglich ist, hat der Mauro (Caviezel als Siebenter, Anmerkung) gezeigt", erklärte Baumann.





Schlagwörter

Ski-WM 2019, Kombination, Herren

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2019-02-11 17:59:13
Letzte Änderung am 2019-02-11 18:09:14



Nordische Ski-WM 2019 in Seefeld

WM-Programm



WM-Ergebnisse



Medaillenspiegel

Nation G S B Gesamt
1. Norwegen 2 0 1 3
2. Italien 0 1 0 1
2. Schweden 0 1 0 1
4. Russland 0 0 1 1


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