Aare. Wenn am Samstag (11/14.30 Uhr, ORFeins) zum Abschluss des Damen-Programms bei der Ski-WM der Slalom am Programm steht, erhält Mikaela Shiffrin die Chance zur Revanche. Die Super-G-Weltmeisterin duelliert sich voraussichtlich mit Riesentorlauf-Champion Petra Vlhová um Gold. Österreichs letzte große Hoffnungen in Aare heißen Katharina Liensberger und Bernadette Schild.

Komplettiert wird jenes Quartett, das die WM ohne Damen-Edelmetall verhindern soll, von Katharina Truppe und Katharina Huber. ÖSV-Rennsportchef Jürgen Kriechbaum vertraut auf das Potenzial seiner Schützlinge. Er geht davon aus, "dass Schild, Truppe und Liensberger, wenn sie einen guten Tag haben, schon um Medaillen mitkämpfen können".

Am stärksten einzuschätzen sind Liensberger und Schild, die beide in dieser Weltcup-Saison schon auf dem Stockerl standen. Die Flachau-Dritte Liensberger freut sich schon auf ihr nächstes Rennen. "Es gilt wirklich, da anzudrücken, mit Spaß skifahren, Hand aufs Herz und alles geben für den Slalom", sagte die Athletin aus Göfis. Sie wisse, dass sie im Torlauf eine Chance habe, ganz vorne mitzufahren. "Aber das wird man dann sehen. Ich muss mich auf mich konzentrieren, einfach mein bestes Skifahren abrufen."

Schild, die im November in Levi auf Platz drei gefahren war, wollte sich zu keinen Prognosen hinreißen lassen. "Es ist natürlich ein Auf und Ab. Ich muss einfach das fahren, was ich kann", meinte die Salzburgerin. "Ich probiere für mich, alles richtig zu machen. Wenn ich mein Leistungsmaximum abrufen kann, dann bin ich ja zufrieden, weil ich dann sagen kann, ich kann derzeit nicht mehr. Und wenn das passiert, muss man eh sagen, dann passt es. Dass andere derzeit sehr stabil und extrem stark sind, das ist so."

Um die Goldmedaille streiten sich vor allem Shiffrin und Vlhová, die Zwei haben sich im Weltcup bei sechs von sieben Slalom-Rennen die ersten beiden Plätze untereinander ausgemacht. Fünf Mal hatte Shiffrin die Nase vorne, in Flachau war Vlhová die Schnellere. Nur zuletzt in Maribor gewann Shiffrin vor der Schwedin Anna Swenn Larsson, Vlhová landete auf dem fünften Platz.

"Wird wieder ein Kampf"

"Meine Form im Slalom war zuletzt gut seit Maribor. Ich fühle mich im Slalom sicherer bei diesen wechselhaften Bedingungen als im Riesentorlauf, aber ich denke, alles ist möglich. Die Dichte ist hoch, und sie ist die ganze Saison über gestiegen", erläuterte Shiffrin. "Wir haben auf der Strecke immer einen Kampf. In jedem Rennen macht eine von uns immer den einen Schritt mehr, so verschieben wir die Grenzen in unserem Sport", sagte die Slowakin. Eines ist für sie auch am Samstag gewiss: "Es wird sicher ein harter Kampf mit Miki", so Vlhová.

Ski-WM in Aare, Damen:

Slalom Samstag 11/14.30 Uhr

ÖSV-Team: Bernadette Schild, Katharina Truppe, Katharina Liensberger, Katharina Huber