Aare. Den Skirennläufern wird aktuell keine Pause gegönnt, nach Ende der WM in Aare hieß es Kofferpacken und ab zum dienstäglichen City Event nach Stockholm (nach Redaktionsschluss). Danach geht es für die Damen nach Crans Montana (Schweiz), Sotschi (Russland) und Špindlerův Mýln im tschechischen Riesengebirge und für die Herren nach Bansko (Bulgarien), Kvitfjell (Norwegen) und Kranjska Gora in Slowenien, ehe beim Finale von 13. bis 17. März in Soldeu (Andorra) der Weltcup-Vorhang fällt.

Wobei: Die Entscheidungen um die großen Kristallkugeln werden wohl bereits vor der Finalwoche fallen. Bei den Damen führt die Aare-Doppelweltmeisterin Mikaela Shiffrin auf dem Weg zum dritten Triumph in Folge nach 26 Rennen mit 1694 Zählern überlegen vor der Slowakin Petra Vlhová (1043 Punkte), der Schweizerin Wendy Holdener (747) und Nicole Schmidhofer (617). Je ein ausgefallener Super-G (im Jänner in St. Anton) und eine Kombination (im Dezember 2018 in Val d’Isère) wurden noch nicht neu angesetzt, es ist unwahrscheinlich, dass diese Rennen nachgetragen werden.

Bei den Herren wird ÖSV-Star Marcel Hirscher, der eigenen Angaben zufolge in Bansko auch in der Kombination und im Super-G antreten wird, der achte Coup in Folge nicht mehr zu nehmen sein - der Salzburger hat nach 27 Bewerben bereits 1216 Zähler abgestaubt, es folgen der Franzose Alexis Pinturault (732), Henrik Kristoffersen aus Norwegen (671), der Südtiroler Dominik Paris (550) sowie Super-G-Vize-Weltmeister Vincent Kriechmayr (515). Die in Garmisch-Partenkirchen ausgefallene Abfahrt sowie der ebenfalls abgesagte Riesentorlauf wurden noch nicht neu vergeben, Kvitfjell und Kranjska Gora sind die Möglichkeiten.

Ringen um kleine Kristallkugeln

Im Kampf um die kleinen Kristallkugeln mischen indes gleich mehrere ÖSV-Läufer mit. Sehr knapp geht es in der Damen-Abfahrt her, so hat die zweifache Saisonsiegerin Nicole Schmidhofer mit 364 nur 18 Zähler Vorsprung auf die mit ebenfalls zwei Siegen erfolgreiche Teamkollegin Ramona Siebenhofer, nur drei Zählern dahinter folgt die Slowenin Ilka Štuhec, Stephanie Venier ist Vierte (295). Im Super-G wiederum fehlen Schmidhofer als Drittplatzierter 47 Punkte auf Shiffrin, die US-Amerikanerin liegt im Slalom und im Riesentorlauf voran. Kombination wurde keine ausgetragen.

Im ÖSV-Herren-Lager hingegen sind gleich einige kleine Kugeln möglich. Hirscher ist hier auf dem besten Weg, zum jeweils sechsten Mal in Folge die Slalom- und Riesentorlaufwertung zu gewinnen, im Super-G führt Vincent Kriechmayr drei Punkte vor Olympiasieger Matthias Mayer, nur weitere drei dahinter folgt der Südtiroler Dominik Paris. Die Chance auf die Abfahrtswertung ist dagegen nur gering. In der Kombination liegt Marco Schwarz voran.