Österreichs Skispringer haben den Bann gebrochen und für die  dritte Medaille bei den Heim-Weltmeisterschaften gesorgt: Nach Franz-Josef Rehrl / Bernhard Gruber (Bronze im Team-Sprint) sorgten Philipp Aschenwald, Michael Hayböck, Daniel Huber und Stefan Kraft im Teambewerb von der Großschanze auf dem Bergisel mit Silber für die bisher wertvollste Medaille.

Das ÖSV-Quartett musste sich nur den überlegenen Deutschen geschlagen geben. Mit 987,5 Punkten siegten Karl Geiger, Richard Freitag, Stephan Leyhe und der schon im Einzelbewerb "goldene" Markus Eisenbichler 56,6 Zähler vor den Österreichern. Bronze ging 11,1 Punkte hinter Österreich an Japan.

"Das Beste, was mir im Team bis jetzt passiert ist. Wir waren in Falun schon einmal Zweite, Dritte in Lahti. Die Deutschen waren unschlagbar heute. Einfach genial, dass wir da eine Medaille haben", freute sich Kraft. Der Einzel-Doppel-Weltmeister war mit zehn Punkten Vorsprung als letzter ÖSV-Mann in den Bewerb gegangen. "Ich hätte mir mehr gewünscht", scherzte Kraft. "Ich habe dann oben mitgekriegt, dass er (Kobayashi) nicht so weit war. Dann hab ich mir einfach gedacht, jetzt lass' einen raus, das hast du drauf."

Die Deutschen feierten am Sonntag den erwarteten "Start-Ziel"-Sieg und waren also vom ersten bis zum letzten Springer immer an der Spitze. Die Österreicher starteten mit einem sechsten Zwischenrang nach Aschenwalds erstem Sprung, lagen danach aber immer in den Medaillenrängen (Serie der acht Sprünge: 6. - 3. - 2. - 2. - 3. - 2. - 2. und 2.).