Seefeld (apa). Die nach turbulentem WM-Verlauf nur noch kleine Medaillenhoffnung von Langläuferin Teresa Stadlober beim Heimspiel in Seefeld hat sich nicht erfüllt. Die 26-Jährige hielt sich am Samstag im Skating-Massenstart über 30 km aber wacker und belegte drei Tage nach Ausbruch des Dopingskandals mit zwei ÖSV-Teamkollegen Rang acht. Gold sicherte sich in überlegener Manier und wie erwartet Therese Johaug.

Die Norwegerin jubelte über ihren dritten Titel in Seefeld. Für die 30-Jährige, vor dieser Saison aus einer 18-monatigen Dopingsperre zurückgekehrt, ist es insgesamt bereits der zehnte WM-Triumph. Mehr als eine halbe Minute hinter der Dominatorin sorgte Ingvild Flugstad Östberg für einen norwegischen Doppelsieg. Das Duo fixierte damit bereits drei Bewerbe vor Schluss mit 21 Medaillen (11-5-5) einen neuen WM-Allzeitrekord. 2015 in Falun hatte Norwegen 20 (11-4-5) geholt.

Bronze ging einige Sekunden hinter Östberg an die erst 19-jährige WM-Entdeckung Frida Karlsson aus Schweden, die über 10 km klassisch sensationell Zweite hinter Johaug geworden war. In diesem Rennen hatte Stadlober nach einer Verkühlung in der ersten WM-Woche auch schon Rang acht belegt. Bei ihrem erklärten Highlight kam sie rund zwei Minuten hinter Johaug bzw. 1:20 Minuten hinter Bronze ins Ziel.

Das sei in Anbetracht ihrer schwierigen Saison nach der Erkrankung und den Ereignissen um das Herren-Duo ein Erfolg. "Ich bin voll zufrieden mit dem Rennen und auch der Platzierung", sagte Stadlober, die in der letzten 3,75-km-Schleife den Anschluss an eine Dreiergruppe verloren hatte. "Ich habe zwischendurch immer kämpfen müssen bzw. war es ein Kampf bis zum Schluss. Auf der letzten Runde ist nichts mehr gegangen, aber ich bin happy."

Stadlobers Teamkollegin und Sprintspezialistin Lisa Unterweger belegte mit über 13 Minuten Rückstand Rang 43.