Planica. Auf der Flugschanze in Planica fällt am Wochenende auch für die Skispringer der Vorhang. Weltrekordhalter Stefan Kraft mischt vor den zwei Einzelbewerben am Freitag und Sonntag noch im engen Kampf um die kleine Kristallkugel mit. Der Salzburger ist mit 196 Punkten hinter Saisondominator Ryoyu Kobayashi (227), Großschanzenweltmeister Markus Eisenbichler (211) und Kamil Stoch (207) Vierter.

Saisondominator Kobayashi hält vor dem Finale auf der ehemaligen Weltrekordschanze in Slowenien bei zwölf Saisonsiegen und 1905 Punkten. Die jeweiligen Rekorde von 15 Erfolgen beziehungsweise 2303 Zählern des Slowenen Peter Prevc aus der Saison 2015/16 sind für den Japaner nicht mehr zu erreichen. Er könnte aber Gregor Schlierenzauer (13 Siege, 2083 Punkte 2008/09) noch von den jeweils zweiten Positionen in den ewigen Bestenlisten verdrängen. Und der Überflieger ist in seiner aktuellen Hochform neben Kraft und Vikersund-Sieger Domen Prevc auch einer der Kandidaten für einen neuen Weltrekord. Im Vorjahr hatte ausgerechnet der schon damals krisengeschüttelte Schlierenzauer in der Qualifikation die 253,5-Meter-Rekordmarke von Kraft aus dem Jahr 2017 in Vikersund eingestellt, ein Griff in den Schnee sorgte aber dafür, dass der Flug ungültig gewertet wurde. Den Schanzenrekord in Planica hält seit 2017 Stoch mit 251,5 Meter.

Der günstige Wetterbericht lässt beim 50-Jahres-Flugjubiläum auf dem Letalnica-Bakken jedenfalls auf sehr weite Flüge hoffen. ÖSV-Cheftrainer Andreas Felder wird in Slowenien letztmals von seinen beiden Co-Trainern Florian Schabereiter und Florian Liegl unterstützt. Eröffnet wird die Weitenjagd am Donnerstag (11 Uhr) mit der Qualifikation. Zwischen den Einzeln ist am Samstag auch ein Teamwettkampf angesetzt. Kommende Saison wird Planica wegen der Skiflug-WM nicht als Weltcup-Finale fungieren, dieses findet in Vikersund statt.