Planica. Markus Eisenbichler hat am Freitag beim Skifliegen in Planica seinen ersten Weltcupsieg gefeiert. Mit Weiten von 217,5 und 233 m gewann der Deutsche 6,9 Zähler vor dem Japaner und Halbzeitleader Ryoyu Kobayashi und 8,7 vor dem Polen Piotr Zyla. Die Österreicher spielten in der Entscheidung keine Rolle und landeten nicht in den Top Ten. Bester Österreicher wurde Stefan Kraft als 14.

Vor der letzten Einzelentscheidung im Skifliegen am Sonntag führt Eisenbichler im Skiflug-Weltcup 42 Punkte vor Kobayashi.

Kraft vergab Chance auf kleine Kristallkugel als 14.

Stefan Kraft hat am Freitag seine Chance auf den Gewinn der kleinen Kristallkugel für den Sieg im Skiflug-Weltcup vergeben. Der Salzburger landete in Planica beim vorletzten Einzelbewerb nur auf dem 14. Rang und liegt damit in der Spezialwertung nur auf dem sechsten Rang. Den Tagessieg feierte Markus Eisenbichler, der erstmals im Weltcup triumphierte und nun auch im Spezial-Weltcup vorne liegt.

Mit Weiten von 217,5 und 233 m gewann der deutsche Großschanzenweltmeister 6,9 Zähler vor dem Japaner und Halbzeitleader Ryoyu Kobayashi und 8,7 vor dem Polen Piotr Zyla. Die Österreicher spielten in der Entscheidung keine Rolle. Neben Kraft schafften es auch Daniel Huber (16.) und der nach dem ersten Durchgang noch Siebente Michael Hayböck (17.) nicht in die Top Ten, Philipp Aschenwald wurde 22.

"Das habe ich mir auch anders vorgestellt. Ich muss das in Ruhe analysieren, ich habe mir in der Hocke brutal schwergetan", meinte Kraft im ORF-TV. "Dann geht es mal schnell, dass man nicht unter den besten Zehn ist. Es war nicht mein Tag heute." In Bezug auf die kleine Kristallkugel habe er nun keine Chance mehr.

Auch Hayböck war letztlich nicht zufrieden und konnte seine Position als bester ÖSV-Athlet nicht verteidigen. "Es schaut so aus, als wäre es noch nicht stabil genug", sagte Hayböck. Zudem habe er im ersten Durchgang "noch guten Aufwind" gehabt. "Jetzt hat es doch von hinten reingepfiffen, auf das war ich nicht eingestellt."

Weltcup Skifliegen:

1. Markus Eisenbichler (GER) 240
2. Ryoyu Kobayashi (JPN) 198
3. Timi Zajc (SLO) 179
4. Piotr Zyla (POL) 160
5. Dawid Kubacki (POL) 125
6. Stefan Kraft (AUT) 118
7. Johann Andre Forfang (NOR) 100
8. Kamil Stoch (POL) 98
9. Domen Prevc (SLO) 76
10. Robert Johansson (NOR) 65
11. Philipp Aschenwald (AUT) 61
12. Karl Geiger (GER) 57
13. Halvor Egner Granerud (NOR) 48
14. Anze Semenic (SLO) 45
15. Daniel Huber (AUT) 44
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19. Michael Hayböck (AUT) 38
30. Clemens Aigner (AUT) 14 (apa)