Innsbruck. Gregor Schlierenzauer hat sich entschieden, seine Skisprung-Karriere fortzusetzen. Der seit Dezember 2014 sieglose, erfolgreichste Athlet des Springer-Weltcups gab dies in einer vom ÖSV übermittelten Stellungnahme am Dienstag bekannt. Den Weg, der ihn zurück an die Spitze führen soll, wird der 29-Jährige mit Unterstützung des bisherigen deutschen Bundestrainers Werner Schuster beschreiten, der ihn schon in seiner Jugend betreut hatte.

Schuster hatte die Deutschen zuletzt zu großen Erfolgen geführt, sich aber entschieden, seinen nach dieser Saison ausgelaufenen Vertrag nicht zu verlängern. Immer wieder war über eine Rückkehr in den ÖSV spekuliert worden. Dieser betonte nun aber in der Aussendung, dass Schlierenzauer "voll im ÖSV-Trainingsbetrieb" integriert sei und "weiterhin in engstem Kontakt mit Cheftrainer Andreas Felder und seinem Betreuerteam" stehen werde, wie Sportdirektor Mario Stecher sagte. Ein neuerlicher Wechsel an der Position des Cheftrainers ist damit vorerst vom Tisch.

Werner Schuster hat nach seinem Aus beim deutschen Verband eine neue Aufgabe gefunden. - © APAWeb / AFP
Werner Schuster hat nach seinem Aus beim deutschen Verband eine neue Aufgabe gefunden. - © APAWeb / AFP

Schlierenzauer selbst erklärte: "Der Skisprungsport bedeutet mir trotz der mageren letzten Jahre nach wie vor extrem viel - umso mehr freue ich mich über das Vertrauen seitens des ÖSV und bin über den gemeinsamen Weg sehr dankbar."

Die Rolle von Werner Schuster sei mit dem Verband klar abgesprochen. "Das Miteinander und der Austausch stehen über allem. Mit der Unterstützung von Werner schließt sich für mich ein Kreis - er war eine Schlüsselfigur als Trainer, wir hatten und haben ein super Verhältnis. Der Weg zurück wird definitiv kein einfacher, zumal der Skisprungsport noch um ein Stück sensibler geworden ist und die Dichte richtig groß ist. Ich gehe die Herausforderung mit viel Respekt, Zuversicht und großer Motivation an", wird er zitiert.