Seefeld. Die Debatte um die Kostenüberschreitung bei der nordischen WM in Seefeld um 2,7 Millionen Euro hält an. Bund und Land Tirol beauftragten nun eine Expertengruppe der Hochbauabteilung des Landes mit einer Prüfung aller WM-Bauten, berichtete die "Tiroler Tageszeitung" (Donnerstagsausgabe). Gemeinde, Land und Bund hätten sich zuvor nicht über eine Aufteilung der Mehrkosten einigen können.

Der Bericht der Expertenkommission soll Ende nächster Woche vorliegen. "Dann werden wir wissen, welche Mehrkosten tatsächlich dem WM-Budget zugerechnet werden können und welche nicht", erklärte Tirols LHStv. und Sportlandesrat Josef Geisler (ÖVP). Danach sollen sich Gemeinde, Land und Bund noch einmal zusammensetzen, um über die Aufteilung der Kosten zu verhandeln.

Geprüft werden sollen alle Bauten, die im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft vom Organisationskomitee angeführt wurden.
Ursprünglich hatte man sich auf einen Aufteilungsschlüssel für die Kosten der WM von je 40 Prozent für Bund und Land sowie 20 Prozent für die Gemeinde Seefeld geeinigt. Für Ausgaben, die lediglich die kommunale Infrastruktur betreffen, muss Seefeld allerdings selbst aufkommen. (apa)