Alexis Pinturault bleibt in Sölden ungeschlagen. Der 2016-Sieger setzte sich am Sonntag im Auftakt-Riesentorlauf klar 0,54 Sek. vor seinem französischen Landsmann Mathieu Faivre durch, der Slowene Zan Krancjec wurde Dritter.

Pinturault hat damit den letzten Sölden-Riesentorlauf mit und nun auch den ersten ohne den zurückgetretenen Marcel Hirscher gewonnen. Nachdem die vergangenen zwei Auflagen wetterbedingt ausgefallen waren, gewann der Franzose wie 2016 nach Halbzeit-Führung und mit Startnummer fünf. "Marcel ist nicht mehr da, wir haben jetzt alle noch mehr Druck als vorher. Aber das ist natürlich ein wunderbarer Start", freute sich Pinturault über seinen 24. Weltcupsieg, seinem 12. im Riesentorlauf. "Ein Doppelsieg ist besonders cool."

Das schlechteste Sölden-Ergebnis für ÖSV-Herren

Die ÖSV-Herren lieferten im ersten Rennen ohne Marcel Hirscher das schlechteste Sölden-Ergebnis überhaupt ab. Manuel Feller wurde mit Schmerzen als 12. bester Österreicher.

Dabei war der Tiroler zur Halbzeit noch unmittelbar hinter Landsmann Stefan Brennsteiner Achter gewesen. Den zweiten Lauf verpatzte Feller, der am Vortag im Training heftig gestürzt war und für das Rennen fit gemacht werden musste, ziemlich. Brennsteiner fiel im Finale überhaupt aus.

Vier von acht Österreichern hatten es im ersten Riesentorlauf ohne Hirscher ins Finale geschafft. Zufrieden durften am Ende aber eher zwei Außenseiter sein. Der zweifache Speed-Olympiasieger Matthias Mayer schlug sich als 15. und damit noch vor Kristoffersen beachtlich. Der nach mehreren Verletzungen zurückgefallene 2017-Vizeweltmeister Roland Leitinger belegte trotz hoher Startnummer 53 Platz 19.

Schlecht lief es bei prächtigem Wetter und vor 14.000 Zuschauen auch für Weltmeister Henrik Kristoffersen. Der Norweger verzeichnete als 18. sogar einen kompletten Fehlstart. (apa)