Schon auf der zweiten Station der neuen Weltcup-Saison der Skispringer hat der Wind für die erste Absage gesorgt. Nach dem Samstag-Bewerb, bei dem Philipp Aschenwald nach der Disqualifikation zweier Athleten Platz zwei geerbt hatte, ist am Sonntag die Einzelkonkurrenz abgesagt worden. Ob der Bewerb später in der Saison nachgeholt wird, ist offen.

Nach der Absage des Sprungbewerbs der Nordischen Kombinierer sowie der Qualifikation der Spezialspringer wegen starken Windes haben sich die Hoffnungen der Veranstalter auf Wetterbesserung am Nachmittag nicht erfüllt. Der Springer-Weltcup wird kommende Woche in Nischnij Tagil mit zwei Einzel-Konkurrenzen fortgesetzt.

"Es war schon in der Wetterprognose absehbar, dass sehr viel Wind sein wird. Es war auch sehr vernünftig, weil die Gefahr zu groß war und vor allem wäre es irregulär gewesen", konstatierte ÖSV-Cheftrainer Andreas Felder, der ein sehr positives Resümee des Finnland-Trips zog. "Die Jungs sind herzhaft und gut gesprungen. Das Ergebnis war für uns auch okay, auch wenn wir keinen am Stockerl gehabt hätten. So war es umso glücklicher für uns."

Das ÖSV-Team möchte am Montagvormittag noch eine Trainings-Session in Ruka absolvieren. "Das wird wahrscheinlich auch nicht stattfinden können, weil der gleiche Wind noch einmal angesagt ist", wusste Felder. Am Dienstag fliegt seine Truppe direkt zum nächsten Schauplatz nach Russland weiter.

Lediglich Gregor Schlierenzauer wird zwischenzeitlich nach Österreich fliegen und mit Berater Werner Schuster trainieren. Der 53-fache Weltcup-Rekordsieger folgt dem Team dann am Donnerstag nach Nischnij Tagil. Felders Plan für Russland: "Wir werden schauen, dass wir am Mittwoch noch einmal ordentlich trainieren können. Der eine oder andere wird Materialtests machen, wir haben ein paar Ski noch nicht probiert."