Eigentlich, gestand Dominik Paris am Samstag im Zielraum der Stelvio, sei Bormio gar nicht seine Lieblingsdestination im Ski-Weltcup. Das sei nämlich nach wie vor Kitzbühel. "Kitzbühel ist noch extremer", sagte der Italiener. Doch was soll's, man muss die Feste so feiern, wie sie fallen. In Paris' Fall heißt das: The Winner takes it all - dann halt auch den zweiten Bormio-Abfahrtssieg binnen zwei Stunden, den fünften insgesamt.

Nach seinem Erfolg am Vortag auf verkürzter Strecke war der neue Führende im Gesamtweltcup auch auf der klassischen Strecke nicht zu schlagen und verwies den Schweizer Überraschungsmann Urs Kryenbühl sowie dessen Landsmann Beat Feuz auf die Plätze.

Matthias Mayer, am Freitag noch Dritter, landete als bester Österreicher auf dem fünften Rang, Vincent Kriechmayr wurde Zehnter. Konnte der Oberösterreicher damit seine Schrecksekunde vom Vortag vergessen machen, hatte Routinier Hannes Reichelt, 2012 der bis dato letzte rot-weiß-rote Abfahrtssieger in Bormio, nicht so viel Glück. Der Salzburger landete nach einem Sturz im Fangzaun, konnte zwar aufstehen, musste aber mit Verdacht auf eine Knieverletzung ins Spital transportiert werden.

Am Sonntag (11/14 Uhr) wird das Bormio-Wochenende mit einer Kombination abgeschlossen. (art)