Skirennläufer Hannes Reichelt will nach seinem am Samstag in der Bormio-Abfahrt erlittenen Kreuzbandriss ein Comeback in Angriff nahmen. "Den Umständen entsprechend geht es mir ganz gut. Das Ziel bleibt die WM 2021 in Cortina. Ich muss die Reha abwarten, möchte mir Zeit lassen, aber unbedingt zurückkehren", sagte der 39-jährige Salzburger auf einem Medientermin am Dienstag in Innsbruck.

Aus medizinischer Sicht ist eine vollständige Rehabilitation möglich. Bei der Operation seien 30 bis 40 Prozent des Meniskus entfernt worden, erläuterte der behandelnde Arzt Karl Golser. Reichelt hatte sich im rechten Knie das vordere Kreuzband, die äußeren Bänder sowie den Meniskus außen und innen komplett gerissen, auch Knochenteile rissen aus.

"Scheiß-Jahr, ausgenommen die Geburt meines Sohnes"

Reichelt, Super-G-Weltmeister von 2015, sprach von einem "Scheiß-Jahr, ausgenommen die Geburt meines Sohnes". Erst im Oktober und damit knapp vor Saisonstart stellte die Staatsanwaltschaft Innsbruck die Ermittlungen im Rahmen der "Operation Aderlass" gegen ihn ein. Die Vorwürfe eines ehemaligen nordischen Servicemannes, wonach Reichelt über einen ehemaligen österreichischen Langlauftrainer Dopingmittel bezogen hätte, bestätigten sich nicht. Der Athlet hatte stets seine Unschuld bekräftigt. (apa)