Manuel Feller wird am Sonntag beim Weltcup-Slalom in Zagreb (14.15/17.40 Uhr/ORF1) sein Comeback feiern. Wie der österreichische Skiverband mitteilte, trainierte der Tiroler am Freitagvormittag am Hochstein in Lienz gemeinsam mit dem Team. Danach war klar, dass einem Einsatz am Wochenende nichts mehr im Weg steht. "Der erste richtige Härtetest ist bestanden", sagte Feller, der vor knapp einem Monat in den USA einen Bandscheibenvorfall hatte. "Natürlich habe ich schon auf Schnee trainiert, aber das heute war schon rennmäßiges Skifahren", so der Tiroler.

Für Österreichs Herren geht es im dritten Saison-Slalom um den ersten Stockerlplatz - aussichtsreichste Kandidaten sind Michael Matt und Marco Schwarz, denen das flache Gelände am Bärenberg entgegenkommen sollte.

Fünf Mal Schneekönigin?

Bei den Damen, die am Samstag am Sljeme traditionell den Titel der Schneekönigin ausfechten (13/16.15 Uhr), ist Mikaela Shiffrin die absolute Favoritin. Gemeinsam mit Marlies Raich, die ihre Erfolge unter dem Mädchennamen Schild einfuhr, ist die US-Amerikanerin mit vier Zagreb-Siegen Rekordhalterin - somit könnte sie als erste Frau ebendort fünf Mal triumphieren. Vier Slaloms hat Shiffrin bisher außer in Zagreb auch in Levi, Aare und zuletzt Killington gewonnen. Mit fünf Erfolgen würde die 24-Jährige aber einen neuen Maßstab setzen, der ihre Sonderstellung im Slalom noch einmal untermauern würde. Dass die Form stimmt, demonstrierte sie zuletzt in Lienz, wo sie ihrer Rivalin Petra Vlhova 0,61 Sekunden abnahm.

Den Jahreswechsel verbrachte die Weltcup-Führende in Österreich. In Obdach in der Steiermark fand Shiffrin sehr gute Trainings- und Pistenbedingungen vor. Keine Zeit blieb in ihrem eng geplanten Rhythmus auch heuer für eine ausgedehnte Silvesterfeier. "Ich habe eigentlich keine fixen Rituale, da ich zu dieser Zeit immer unterwegs bin und trainiere", sagt sie. Wünsche für 2020 habe sie keine außergewöhnlichen: "Dass meine Familie und Freunde glücklich und gesund sind. Alles Übrige, auch Siege, ist im Hintergrund."