Immerhin ein Podestplatz ist es geworden: Nur der Schweizer Daniel Yule ist beim Ski-Slalom-Klassiker von Kitzbühel schneller als Marco Schwarz gewesen. Der Schweizer setzte sich am Sonntag mit seinem bereits dritten Weltcup-Saisonsieg 0,12 Sekunden vor dem Kärntner Schwarz und 0,37 vor Vorjahressieger Clement Noel aus Frankreich durch.

Überraschungsmann Lucas Braathen, der mit Startnummer 34 nach dem ersten Lauf auf dem Ganslernhang in Führung gelegen war, wurde ex aequo mit seinem norwegischen Landsmann Henrik Kristoffersen Vierter (0,49). Der Halbzeit-Dritte Michael Matt rutschte im Finale auf Rang sechs zurück, Adrian Pertl wurde in seinem erst fünften Weltcuprennen mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang Achter. Es war der erste Sieg für einen Schweizer Slalomläufer in Kitzbühel seit Dumeng Giovanoli 1968.

Yule durfte sich nach den Siegen in Madonna di Campiglio und Adelboden nun in Kitzbühel über ein Preisgeld von 100.000 Euro freuen. Der Österreichische Skiverband (ÖSV) schloss die 80. Auflage der Hahnenkammrennen mit dem Sieg von Matthias Mayer (Abfahrt) und drei zweiten Plätzen durch Mayer (Super-G), Vincent Kriechmayr (Abfahrt) und nun Schwarz erfolgreich ab.

Schwarz: "Ich habe voll attackiert"

"Mega! Beim Heimrennen in Führung zu gehen, ist unglaublich. Ich wollte das gewinnen, ich habe voll attackiert, ich freue mich mega über den zweiten Platz", sagte Schwarz, der erstmal in Kitzbühel auf dem Podest stand. "Man will immer abliefern beim Heimweltcup. Das Gefühl und die schnellen Schwünge sind wieder da." Erst elf Monate ist sein Kreuzbandriss her.

Der Franzose Alexis Pinturault schied im Finale aus, Henrik Kristoffersen übernahm die Führung im Gesamtweltcup mit 41 Punkten Vorsprung auf seinen Landsmann Aleksander Aamodt Kilde und 49 auf Mayer. Im Disziplinweltcup führt Kristoffersen 17 Zähler vor Yule. (apa)