Das Lazarett im österreichischen Skiverband wird sich so schnell nicht lichten, die Hoffnungen auf ein baldiges Comeback Cornelia Hütters erfüllten sich nicht. Wie die 27-Jährige am Mittwoch in einer ÖSV-Aussendung bekanntgab, wird sie diese Saison definitiv keine Rennen mehr bestreiten. Ursprünglich war von einer möglichen Rückkehr im Februar die Rede gewesen. Nun entschied sich die Steirerin, die seit ihrer schweren Knieverletzung vor knapp elf Monaten noch kein Rennen bestritten hat, wegen fehlender Trainingskilometer in den Speed-Disziplinen in Absprache mit ihren Trainern dagegen.

"Auch wenn mein Skifahrerherz schon gerne rennfahren würde, ist es noch zu früh und die einzig richtige Entscheidung", erklärte Hütter. "Vom Knie her geht es mir richtig gut, und ich habe überhaupt keine Schmerzen. Aber nachdem ich seit meiner Rückkehr auf Schnee noch kein Abfahrtstraining absolviert habe und die Super-G-Tage an einer Hand abzählen kann, macht ein Einstieg in den Weltcup einfach noch keinen Sinn."

Kein Blick in die Kristallkugel

Hütter hat sich am 14. März 2019 beim Weltcup-Finale in Soldeu (Andorra) einen Kreuzband- und Innenmeniskusriss sowie eine Innenbandverletzung im linken Knie zugezogen. Es war nicht die erste schwere Verletzung für sie. Im Jänner 2017 lädierte sie sich ihr vorderes Kreuzband, den Innen- und Außenmeniskus im rechten Knie, im März 2018 wurde nach einem Sturz eine Lungenprellung und eine Läsion der Milz diagnostiziert.

Für das österreichische Damen-Team, für das der Weltcup am Samstag und Sonntag mit Abfahrt und Super G in Garmisch weitergeht, ist die Nachricht ein neuerlicher Schlag. In den schnellen Disziplinen haben Nicole Schmidhofer und Co. im vorigen Winter ordentlich abgeräumt, in diesem wird es aber wohl keinen Blick durch die Kristallkugel geben. In der Abfahrtswertung liegt Weltcup-Titelverteidigerin Schmidhofer als beste Österreicherin auf Platz fünf, im Super G unmittelbar hinter Stephanie Venier auf Rang acht. (art)