Die Letzten werden die Ersten sein, heißt es - und zumindest im Mittwochstraining für die Abfahrt in Saalbach war es auch ein bisschen so. Denn acht Läufer mit Startnummern über 30 haben es an die Spitze geschafft, ganz vorne landeten der Schweizer Ralph Weber sowie die beiden Österreicher Christian Walder und Christoph Krenn.

Allerdings waren die Zeiten aufgrund der sich ändernden Wetterverhältnisse nicht allzu aussagekräftig. Nach anfänglichem Schneefall kam später die Sonne raus.

Walders Freude über die gute Vorstellung tat das allerdings keinen Abbruch.  "Ich habe beim Material sehr viel umgestellt, einen alten Ski genommen. Das hat mir im Training letzte Woche schon gut getan, hat mir im Schwung mehr Stabilität und Sicherheit gegeben. Ich habe mir vorgenommen, dass ich heute schon probiere zu attackieren, da es das einzige Training ist", sagte er. Nach dem durchwachsenen Saisonstart sei das Ergebnis für den Kopf wichtig. "Ich weiß, dass ich Skifahren kann. Mich so unter dem Wert geschlagen geben permanent, das tut auch weh. Es schaut aus, als ob alles wieder in die richtige Richtung geht."

Gefahren wurde nach dem nächtlichen Schneefall auf der Schneekristall-Strecke am Zwölferkogel ab dem Super-G-Start. Sollte der Neuschnee im oberen Teil der Strecke noch herausgeräumt werden können, ist für Donnerstagfrüh ein Training im oberen Abschnitt geplant. Damit könnte die Abfahrt ab 12.45 Uhr (live ORF 1) über die Originaldistanz über die Bühne gehen.

Meinungsumschwung bei Peter Schröcksnadel

Ein Thema in Saalbach war freilich auch die Diskussion um die Parallel-Rennen, die zudem für Ärger unter den Aktiven gesorgt hat. Nun hat sich auch Österreichs Verbandspräsident Peter Schröcksnadel gegen das Format ausgesprochen. "So wie es sich für mich darstellt, würde ich sie weglassen", sagte Schröcksnadel zum Ö3-Radio.

Peter Schröcksnadel will die Parallel-Rennen wieder abschaffen. - © APAweb / Hans Punz
Peter Schröcksnadel will die Parallel-Rennen wieder abschaffen. - © APAweb / Hans Punz

Die in einem Lauf ausgetragenen Duelle seien sportlich ungerecht. "Aber für mich ist das Hauptproblem: Es verletzten sich für die Menge der Bewerbe sehr viele Leute." Vor zwei Jahren hatte er noch anders gedacht und die Parallel-Rennen als Ersatz für die ungeliebte Superkombination gesehen. "Ich bin dafür, die Superkombi beizubehalten, die ja in Wengen gut funktioniert hat, und nicht die Parallelrennen", erklärte Schröcksnadel am Mittwoch in einem weiteren Gespräch mit der Tageszeitung "Der Standard". (art/apa)