Als vielleicht künftiger WM-Austragungsort (für 2025) hat sich Saalbach-Hinterglemm am Donnerstag in der Weltcupabfahrt der Herren äußerst gastfreundlich gezeigt. Hinter dem deutschen Sieger Thomas Dreßen landeten mit Beat Feuz (+0,07), Mauro Caviezel (+0,09), Carlo Janka (+0,26) und Niels Hintermann (+0,49) gleich vier Schweizer, ehe mit Vincent Kriechmayr auf Rang sechs erst der erste Österreicher folgte (+0,54).

Für den heuer nach einem Kreuzbandriss zurückgekehrten Dreßen war es nach Lake Louise und Garmisch-Partenkirchen der dritte Abfahrtssieg in dieser Saison – der fünfte in seiner Karriere. Damit ist auch die Entscheidung um die Abfahrtskugel vertagt, Feuz hat zwei Rennen vor Schluss aber stolze 194 Punkte Vorsprung auf Dreßen, der ihn als Einziger theoretisch noch abfangen könnte. Praktisch ist Feuz seine dritte Abfahrtswertung in Folge aber sicher.

Dabei hatte Dreßen im oberen Teil einen groben Schnitzer und war darob im Ziel über die Bestzeit verwundert. "An der Mittelstation habe ich mir gedacht, jetzt fängt das Rennen neu an. Mach das, was du mit den Trainern besprochen hast. Das ist aufgegangen."

Einzig Kitzbühel-Sieger Matthias Mayer hätte aus ÖSV-Sicht Dreßen noch abfangen können, doch der Kärntner verspielte seine gute Zwischenbestzeit knapp vor Schluss – so wurde es nur Rang elf. "Ich bin relativ schön gesprungen, aber bei der Landung habe ich eine weiche Stelle erwischt, es hat mir den Außenski gefressen und mich hergebremst. Da habe ich einiges verloren."

Für den Super G am Freitag ist damit Revanche angesagt.