Ausgerechnet Christina Rieder, die im Weltcup noch nie unter den besten 20 klassiert war, sorgte am Dienstagnachmittag für das beste österreichische Ergebnis bei der Biathlon-WM in Antholz. Die Salzburgerin landete im 15-Kilometer-Einzelbewerb mit nur einem Fehlschuss an der siebenten Stelle. Am Ende fehlten ihr 1:20,6 Minuten auf die siegreiche Italienerin Dorothea Wierer, die trotz zweier Strafminuten ihren zweiten Titel bei der Heim-WM holte.

Nach dem Sieg im Verfolgungsbewerb triumphierte Wierer neuerlich, diesmal mit nur 2,2 Sekunden Vorsprung auf die Deutsche Vanessa Hinz, die einen Fehlschuss verzeichnete, und 15,8 vor der Norwegerin Marte Olsbu Röiseland (2).

Rieder wäre ohne Fehlschuss Vierte geworden. Katharina Innerhofer wurde mit vier Strafminuten 20. (3:09,3), Lisa Theresa Hauser musste sich mit fünf Fehlern mit dem 51. Platz (5:32,2) begnügen.

Rieder trauerte der verpassten Medaille keineswegs nach. "Es war heute ein Wahnsinnsrennen für mich", sagte Rieder. "Ich habe mich von Anfang an total gut gefühlt und mit den Athletinnen vor mir immer mitgehen können. Am Schießstand hat alles super funktioniert, und ich bin einfach megaglücklich, dass am Ende ein siebter Platz herausschaut." (red)