Der ehemalige Weltmeister Severin Freund gibt am Wochenende im rumänischen Rasnov nach über einem Jahr sein Comeback im Skisprung-Weltcup. Der Deutsche hatte sich im Februar 2019 eine Meniskusoperation unterziehen müssen und war seither ausgefallen. Zuletzt verhinderten langwierige Rückenprobleme seine Rückkehr ins Wettkampfgeschehen. Auch zwei Kreuzbandrisse hat der Weltmeister von 2015 bereits hinter sich.

Für die Skisprung-Herren wiederum geht es nach der Kulm-Weitenjagd am Wochenende um wertvolle Punkte. Stefan Kraft will nach dem Skiflug-Heimsieg die Führung im Weltcup weiter ausbauen. Seine Salzburger Landfrau Chiara Hölzl hat in Ljubno das gleiche Ziel, die Damen bestreiten in Slowenien einen Team- und einen Einzelwettkampf.

Während Hölzl und Co. die Normalschanze in Ljubno aus dem Weltcup bestens kennen, ist die von der OMV mitfinanzierte HS-97-Schanze in Rasnov für die meisten Herren Neuland. Dieser Umstand und die große Umstellung auf die kurzen Sprünge stellen Kraft und Co. vor eine besondere Herausforderung.

Kraft hat aber ohnehin bereits x-fach beweisen, dass er auf allen Schanzen vorne mitmischen kann. So hatte er sich in den beiden bisher einzigen Normalschanzenbewerben der Saison im Jänner in Predazzo als zweimaliger Zweiter nur Karl Geiger geschlagen geben müssen. Mittlerweile hat der Ex-Weltmeister den Deutschen überflügelt und führt nach seinem dritten Saisonerfolg bereits 138 Punkte vor dem Bayern.

Aufgebot bleibt unverändert

Das Aufgebot von Cheftrainer Andreas Felder für Rasnov bleibt mit Kraft, Philipp Aschenwald, Michael Hayböck, Daniel und Stefan Huber sowie Gregor Schlierenzauer bis auf eine Position unverändert. Jan Hörl kehrt nach einer Erholungspause zurück ins Team, für ihn musste Clemens Leitner Platz machen.

Die in dieser Saison dominierenden ÖSV-Damen wollen in Ljubno das Dutzend an Saisontriumphen vollmachen. Hinzenbach-Doppelsiegerin Hölzl (6 Erfolge), Eva Pinkelnig (3) und Marita Kramer (1) haben zehn der bisherigen 13 Einzelbewerbe des Winters gewonnen. Einzig Lundby vermochte die rot-weiß-rote Phalanx dreimal zu sprengen. Die Norwegerin hat vor dem Ljubno-Wettkampf 90 Punkte Rückstand auf Hölzl. Pinkelnig ist 171 Zähler zurück Dritte. Auch der bisher einzige Teamwettkampf in Zao ging überlegen an Österreich. (apa)