Biathlet Dominik Landertinger hat in Antholz überraschend Bronze im WM-Einzel über 20 Kilometer geholt. Besser als der Tiroler waren am Mittwoch nur die Superstars Martin Fourcade und Johannes Thingnes Bö. Dem 31-Jährigen fehlten 1:22,1 Minuten auf den Franzosen Fourcade, der wie er eine Strafminute verzeichnete. Der Norweger Bö sicherte sich trotz zweier Schießfehler 57 Sekunden zurück Silber.

Landertinger selbst rang im TV-Interview sichtlich mit den Tränen. "Es ist so brutal, das gibt mir so viel", japste der Österreicher und fügte mit Blick auf die jüngsten Niederlagen hinzu: "Es ist beinhart, wenn man eine nach der anderen in die Fresse bekommt. Aber jetzt stehe ich mit einer Bronzenen da, ein Wahnsinn."

Aufgrund langwieriger Probleme nach einer Bandscheibenoperation kommt die insgesamt fünfte WM-Medaille für Landertinger ähnlich unerwartet wie seine Bronzene 2018 bei Olympia ebenfalls über 20 Kilometer. Im bisherigen Saisonverlauf war er im Weltcup noch nie unter den besten 20 gelandet, bei den Weltmeisterschaften davor in zwei Bewerben nicht in den Top 30. Zwischendurch hatte er schon ans Aufgeben gedacht. Nun aber kann die Sportlerpension noch warten. (red)