Die Herrenrennen im Skiweltcup am Wochenende im slowenischen Kranjska Gora finden statt, allerdings ohne Zuschauer. Dafür gibt es strenge Sicherheitsauflagen für Sportler wie für Journalisten, wie die Veranstalter am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Klagenfurt bekannt gaben. Wer schon ein Ticket gekauft hat, kann dieses zurückgeben und bekommt das Geld erstattet.

Grega Benedik, Präsident des Organisationskomitees, betonte, man werde sämtliche Auflagen erfüllen, um die Sicherheit der Rennläufer und Teams zu gewährleisten. "Für das Publikum tut es uns sehr leid", sagte Benedik. Wer dies wolle, könne die Eintrittskarte für das nächste Jahr aufbewahren, sie behalte ihre Gültigkeit. Im kommenden Jahr findet das Rennen um den Pokal Vitranc zum 60. Mal statt.

Benediks Stellvertreter Boris Pesjak erklärte, Journalisten, Rennläufer und andere Hotelgäste würden in den Quartieren räumlich getrennt, mit eigenen Eingängen. In den Hotels gelten bezüglich der Hygiene Sonderregelungen, Desinfektionsspender werden mehr oder weniger flächendeckend aufgestellt.

Die Medienvertreter werden aufgerufen, durch "angemessenes Verhalten" dazu beizutragen, dass es nicht zu einer potenziellen Verbreitung des Coronavirus komme. Es gilt ein Sicherheitsabstand zwischen Journalisten und Sportlern von 1,5 Metern. Für die Interviews sollen Stabmikrofone verwendet werden, der Schaumstoff muss nach jedem Interview gewechselt werden.

Einbußen bei Kartenverkauf bei 160.000 Euro

Die obligate Pressekonferenz mit den drei Erstplatzierten findet als Videokonferenz statt. Um überhaupt eine Akkreditierung zu erhalten, muss eine Erklärung vorgelegt werden, mit der man versichert, dass der Gesundheitszustand unauffällig ist und man keine Anzeichen einer CoVid19-Infektion hat. Bei den Sportlern sind die jeweiligen Teamchefs verantwortlich.

Die finanziellen Einbußen durch den Ausschluss der Zuschauer konnte Pesjak noch nicht genau beziffern. Das Gesamtbudget betrage rund 1,6 Millionen Euro, sagte er, der Verlust durch zurückgegebene Tickets werde wohl bei acht bis zehn Prozent liegen. Von den Sponsoren, deren Begleitveranstaltungen zu den Rennen am Wochenende samt und sonders abgesagt wurden, gebe es noch keine Reaktion. (apa)