So hätten sich Federica Brignone und Aleksander Aamodt Kilde ihren jeweils erstmaligen Gewinn der großen Kristallkugel im alpinen Skiweltcup wohl nicht vorgestellt: Sowohl die letzten Rennen bei den Damen in Aare als auch bei den Herren in Kranjska Gora mussten wegen der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV2 abgesagt werden, womit die beiden bis dahin Führenden sich die Kugel sicherten. Nachdem die Damen-Rennen am Mittwoch gestrichen werden mussten, folgte am Tag danach auch bei den Herren erwartungsgemäß die Absage.

Neben der großen Kugel an Kilde gingen damit auch die beiden kleinen im Riesentorlauf und Slalom nach Norwegen - konkret an Henrik Kristoffersen. Dem bis zum Schluss mitkämpfenden Alexis Pinturault blieb nur die Kombinationskugel.

Am Mittwoch haben drei Personen im Ski-Tross Symptome von Covid-19 gezeigt, eine sei positiv getestet worden. Alle seien sofort unter Quarantäne gestellt worden, hieß es in einer Aussendung. Dies hatte auch zur Absage in Aare geführt. Die positiv getestete Person war ein Mitglied des Weltcup-Sponsor-Unterstützer-Teams in Kvitfjell (Norwegen) gewesen, wo vergangene Woche die Herrenrennen stattgefunden hatten.

Für Österreich ging die Weltcup-Saison 2019/20, die erste nach dem Karriereende des achtfachen Gesamtsiegers Marcel Hirscher, ohne einen einzigen Kugelgewinn zu Ende. Dies war zuletzt vor 25 Jahren der Fall. (red)