Die alpine Ski-WM in Cortina d'Ampezzo wird voraussichtlich ein Jahr später stattfinden als geplant. Das italienische Olympische Komitee (Coni) wolle den Weltverband ersuchen, die für 2021 angesetzten Titelkämpfe erst im März 2022 austragen zu dürfen, sagte Coni-Chef Giovanni Malago am Sonntagabend im Gespräch mit dem TV-Sender RAI 2.

Die Ski-WM ist vom 7. bis zum 21. Februar 2021 terminisiert. Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie und die unsicheren Perspektiven einer Wiederaufnahme der Sportevents haben das Coni jedoch bewogen, die Verschiebung der alpinen Ski-WM zu beantragen, sagte Malago.

Die WM soll demnach aufgrund der unvorhersehbaren Entwicklung der Corona-Pandemie erst nach den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking ausgetragen werden. Cortina hatte wegen der Pandemie bereits auf das Weltcup-Finale im vergangenen März verzichten müssen. In Cortina und Mailand werden die Olympischen Winterspiele 2026 stattfinden.

Lauberhorn-Streichung zurückgezogen

Unterdessen gab es am Wochenende gute Neuigkeiten für die Lauberhornrennen im alpinen Ski-Weltcup: Der Unternehmer Jörg Moser stellt den Organisatoren 300.000 Franken (283.259 Euro) zur Verfügung, und der Schweizer Ski-Verband zieht den Antrag auf eine Streichung der Rennen aus dem provisorischen Kalender zurück.

Verbandschef Urs Lehmann freute sich über Mosers noble Geste. "Die Spende von Jörg kommt genau zum richtigen Zeitpunkt und ist ein starkes Zeichen für den Wert des Lauberhorns, aber auch für Swiss-Ski und den Schneesport in der Schweiz." Lehmann ist überzeugt, "dass wir es schaffen, zusätzliche Mittel in den Schneesport zu bringen und dadurch nicht Geld von der linken in die rechte Hosentasche verschieben müssen".

Drei-Stufen-Plan vorgesehen

Mit dem Rückzug des Antrags auf eine Streichung von Wengen aus dem provisorischen Langzeit-Kalender der FIS mit der Saison 2021/22 geht Swiss-Ski im Zuge der jüngsten Entwicklungen einen weiteren Schritt auf das Organisationskomitee zu. Man habe sich aufgrund der großen Spende und verschiedener positiver Signale zu diesem Schritt entschieden, teilte der Verband am Sonntag mit. (apa/sda)