Saalbach-Hinterglemm blickt der Vergabe der Alpinski-WM 2025 zuversichtlich entgegen. Samstagabend wird nach einer Videokonferenz des FIS-Vorstandes der Sieger verkündet, die Salzburger sind beim zweiten Anlauf so etwas wie der Favorit. Ein zurückhaltender, aber doch. "Ich bin von Haus aus immer Optimist. Wir haben nichts unversucht gelassen und ausgeschöpft, was geht. Ich glaube, wir haben eine Chance, das zu gewinnen", sagte Bartholomäus Gensbichler.

Der 64-jährige Delegationsleiter der österreichischen WM-Bewerbung und Präsident des Salzburger Landesskiverbandes war 1991 bei der ersten Saalbach-WM Rennleiter am Zwölferkogel gewesen. Dort sollen 2025 alle Rennen stattfinden, deshalb heißt das Bewerbungskonzept erneut "Ein Berg, alle Bewerbe". Viel ist dort ohnehin schon investiert worden, etwa in den Neubau der längst fertiggestellten Zwölferkogelbahn. Kommt der WM-Zuschlag, können im Glemmtal weitere 40 bis 50 Millionen Euro infrastrukturell eingeplant werden.

Schröcksnadel soll’s richten

Die Pinzgauer können im Kampf gegen Crans-Montana und Garmisch-Partenkirchen aus mehreren Gründen zuversichtlich sein, nachdem man im Mai 2018 der französischen Bewerbung um die Titelkämpfe 2023 Courchevel-Meribel unterlegen war. Darüber hinaus ruhen viele Hoffnungen auf Peter Schröcksnadel. Der ÖSV-Präsident sitzt nicht nur im FIS-Vorstand, sondern unterhält auch wertvolle Kontakte. "Er lenkt die Geschicke, er ist unser Taktiker", so Gensbichler. Immerhin der Termin für eine WM 2025 in Saalbach-Hinterglemm steht mit 4. bis 23. Februar bereits fest.